iPhone-Killer von RIM: Blackberry Storm hat Touchscreen statt Tastatur

RIM Blackberry Storm (Foto: RIM)Apple hat mit seinem iPhone nicht nur Consumer und Hersteller wie Nokia begeistert, sondern anscheinend sogar den Business-Hersteller RIM in seinen Bann gezogen: Das neue Blackberry-Smartphone Storm 9500 kommt erstmals nicht mehr mit vollwertiger Tastatur. Stattdessen hat es, iPhone-like, einen großen Touchscreen mit 480 mal 360 Pixeln, Multitouch-Unterstützung und eine Onscreen-Tastatur.

Trotzdem vergisst der Hersteller dabei die Integration der besonders bei Geschäftsleuten beliebten Blackberry-typischen Funktionen nicht. So beherrscht der Storm Push-E-Mail und versteht sich dabei mit Microsofts Exchange, Lotus Domino von IBM und Novells GroupWise. Außerdem ist ein Organizer an Bord. SMS und MMS kann das Smartphone ebenfalls. Mit der Außenwelt verbindet sich das Storm mittels Quad-Band-GSM, GPRS, EDGE und UMTS inklusive HSPA. Webbrowser, RSS-Reader und Instant Messenger gehören zur Serienausstattung.

Auch multimediatechnisch hat das Handy einiges zu bieten: Auf der Rückseite sitzt eine 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz. Sie nimmt neben Fotos auch Videos mit Ton auf. Das Abspielen von Multimediainhalten übernimmt ein Player, der die Audioformate MP3, AAC, AAC+, eAAC+, WMA und WMA ProPlus sowie die Videoformate MPEG-4, H.263, H.264 und WMV wiedergibt. Für die Synchronisation mit iTunes liefert RIM die Software Blackberry Media Sync mit. Die Tonausgabe funktioniert über integrierte Lautsprecher oder einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker.

Als Datenspeicher verbaut RIM 128 MByte Flash und einen microSD-Slot. Er unterstützt SDHC und fasst Karten mit bis zu 16 GByte. Die Übertragung von Daten auf den Speicher funktioniert mittels Bluetooth inklusive A2DP oder via USB-Port. Nett ist auch, dass der neue Blackberry – wie schon das iPhone – über einen Lagesensor verfügt: Dreht der Anwender das Smartphone auf die Seite, dreht sich der Bildschriminhalt automatisch mit.

Das Eingeben von Texten funktioniert über die Onscreen-Tastatur. Sie ist sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Lage des Handys verfügbar und gruppiert jeweils zwei Buchstaben auf eine Taste. Dadurch fällt das Treffen der Buttons leichter. Eine T9-ähnliche Software sorgt dafür, dass trotzdem die richtigen Wörter auf dem Display erscheinen – der Pearl lässt grüßen.

Auch die Navigation klappt dank integriertem GPS mit dem 11,3 mal 6,2 mal 1,4 Zentimeter großen und 155 Gramm schweren Handy. Die Routenführung übernimmt das Programm Blackberry Maps. Zudem unterstützt das Storm Geotagging von Fotos. Allerdings dürfte der GPS-Chip die Akkulaufzeit in den Keller drücken. Sie beträgt laut Hersteller im Standby-Modus 15 Tage. Die Gesprächszeit soll bei 5,5 Stunden liegen.

Das Blackberry Strom könnte also zum echten iPhone-Konkurrenten mutieren. Schließlich vereint er die Funktionen des Apple-Handys mit einer perfekten Business-Funktionalität und Bluetooth. Zwar fehlen auch ihm ein paar Dinge, die wichtigen Funktionen sind aber dabei. Was das neue RIM-Smartphone kosten soll, gibt der Hersteller noch nicht bekannt. Gerüchten zufolge soll der Strom aber mit Zweijahresvertrag und 30 Dollar Grundgebühr pro Monat für 199 Dollar erhältlich sein. In Deutschland kommt das Gerät ab Herbst exklusiv bei Vodafone. Zum ausführlichen Preview (pas / Foto: RIM)

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu iPhone-Killer von RIM: Blackberry Storm hat Touchscreen statt Tastatur

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *