Imovio iKIT: Linux-Netbook für die Hosentasche soll 130 Euro kosten

Imovio iKIT (Foto: comsciences.com)Mit seinem Eee PC 701 4G hat Asus Anfang des Jahres einen völlig neuen Trend gesetzt. Das kleine und zudem mit einem Kaufpreis von weniger als 300 Euro günstige Mini-Notebook soll unterwegs das Notebook ersetzen. Mittlerweile sind viele Hersteller auf den Zug aufgesprungen, und der Netbook-Markt floriert. Allerdings haben alle Geräte bisher Mängel. So sind die Displays mancher Modelle zu klein, andere kommen ohne Drahtlosfunk, und in die Hosentasche passt auch kein Modell. Außerdem sind sie mit Preisen von teilweile mehr als 1000 Euro schlichtweg zu teuer.

Das will der Hersteller Imovio nun ändern. Sein Netbook iKIT ist mit einem Kaufpreis von 130 Euro nicht nur unschlagbar günstig, dank seiner Abmessungen von nur 9,5 mal 6,5 mal 1,6 Zentimetern passt es zudem in jede noch so kleine Hosentasche. Trotzdem muss sich das 113 Gramm schwere iKIT in Sachen Ausstattung nicht vor seinen großen Brüdern verstecken. Zwar verbaut der Hersteller nur einen langsamen Marvell-Prozessor vom Typ PXA270 mit 312 MHz sowie lediglich 64 MByte RAM und 128 MByte ROM. Dafür läuft auf dem iKIT ein ressourcensparendes Linux-Betriebssystem mit der Kernel-Verion 2.4.19. Das User-Interface stammt von Trolltech. Zur Erweiterung des Speichers verfügt das Netbook über einen microSD-Slot, der bis zu 8 GByte große Karten fasst.

Die Verbindung mit der Außenwelt stellt das Mini-Notebook mittels WLAN nach IEEE 802.11 b/g oder via Bluetooth 2.0 inklusive EDR und A2DP her. So klappt auch das mobile Surfen mittels HSDPA-Handymodem. Für die Datenübertragung vom oder zum PC integriert Imovio einen Mini-USB-Slot. Er dient gleichzeitig als Ladestecker zum Befüllen des internen 1050-mAh-Akkus. Dieser hält laut Hersteller im Standby-Betrieb bis zu 250 Stunden durch. Die Betriebszeit soll 3 Stunden betragen. Wer sich auf Java-Spiele beschränkt, soll bis zu 4 Stunden mit einer Akkuladung daddeln können. Das Wiederaufladen dauert laut Imovio 2,5 bis 3,5 Stunden.

Das Display des kleinen iKIT misst 2,8 Zoll und löst 320 mal 240 Pixel auf. Dadurch sind Scroll-Orgien beim Surfen leider unvermeidbar. Dafür funktioniert die Bedienung komfortabel mittels QWERTZ-Tastatur. Für die Videotelefonie sind Mikrofon, Lautsprecher und 0,3-Megapixel-Webcam mit Autofokus an Bord.

Wer den iKIT startet, bekommt einen Home Screen mit folgenden acht Icons zu sehen: E-Mail-Client, Instant Messenger, Webbrowser, Adressbuch, Multimedia, Wireless, iKIT (Optionen) und Utilities. Der E-Mail-Client kommt mit Konten vom Typ POP3 und IMAP sowie dem SMTP-Protokoll zurecht. Der Instant Messenger unterstützt MSN, und beim Webbrowser handelt es sich um Opera Mini 4.1. Unter dem Menüpunkt Multimedia finden Anwender einen Videoplayer für die Formate 3GP, MP4 und AVI, einen Audioplayer für MIDI-, WAV- und MP3-Dateien sowie einen Foto-Betrachter für JPG-, BMP-, GIF- und PNG-Bilder. Die Kontaktdatenbank bietet Platz für bis zu 2000 Einträge. Zusätzlich gibt es einen Kalender für maximal 1000 Events. Beide synchronisiert das iKIT mit Outlook 2000, 2003 oder Express V6. Die E-Mails bleiben dabei nicht auf der Strecke und landen auch gleich auf dem Netbook. Der Hauptmenüpunkt Utilities enthält Taschenrechner, Notepad, World Clock, Alarm, Stoppuhr und Countdown-Timer.

Wer sich nun ein iKIT bestellen möchte, hat die Wahl zwischen den Farben Velvet Black und Satin White. Allerdings muss er noch etwas warten. Laut Hersteller kommt das Hosentaschen-Netbook erst 2009 auf den Markt. Da bleibt nur zu hoffen, dass Imovio nicht – wie Asus damals – erst einen günstigen Preis verspricht, und das Gerät letztendlich doch wesentlich teurer verkauft. (pas / Foto: Imovio)

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Imovio iKIT: Linux-Netbook für die Hosentasche soll 130 Euro kosten

  • Am 14. April 2009 um 13:10 von spitzner

    hallo, wo kann ich denn das gerät nun beziehen? wer kann helfen?

  • Am 15. April 2009 um 10:52 von Daniel Schräder

    Hallo Spitzner,

    2009 ist leider noch lang – ich habe auch noch keine Bezugsquelle gefunden. Aber wir bleiben am Ball!

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

    • Am 27. April 2010 um 12:57 von Spitzner

      AW: zu IKIT
      hallo, wann und wo ist das teil nun zu bekommen. vielen dank s.spitzner

      • Am 28. April 2010 um 20:07 von Daniel Schraeder

        AW: AW: zu IKIT
        Hallo,

        ich habe mich gerade noch mal auf die Suche gemacht – und leider immer noch keine News. Die Herstellerhomepage scheint seit 2008 nicht mehr aktualisiert worden zu sein – kein gutes Zeichen für einen baldigen Marktstart.

        Freundliche Frühjahrsgrüße,
        Daniel Schraeder, CNET.de

        • Am 17. September 2010 um 14:57 von stephan spitzner

          AW: AW: AW: zu IKIT
          hallo nun ist ja inzwischen viel zeit vergangen. gibt es denn nun hinweise zum bezug des ikit?

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