Überwachung via GPS und SMS – und das Gegenmittel

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Geräten, die mittels GPS ihre aktuelle Position aufzeichnen. Später lassen sich die Daten dann verwerten, um eine Fahrradtour auf Google Maps nachzuvollziehen, Fotos mittels Geotagging bestimmten Orten zuzuweisen oder eine Sauftour mit Filmriss zumindest ansatzweise zu rekonstruieren.

Der GPS-Tracker with SMS Message dagegen speichert die Daten nicht auf dem Gerät selbst. Stattdessen verfügt er über einen SIM-Kartenslot und schickt die aktuellen Positionsdaten entweder per Knopfdruck oder – falls das heimlich geschehen soll – in vorprogrammierten Abständen per SMS an eine festgelegte Handynummer.

Tolle Sache für notorische Angeber. Ein Tastendruck genügt, und die daheimgebliebenen Freunde bekommen per Kurzmittelung einen neidgenerierenden Gruß aus dem Madagaskar-, Neuseeland- oder Jamaika-Urlaub. Auch Notrufe mit dem aktuellen Standort lassen sich so versenden.

Chronisch Paranoide finden an dem Ding ebenfalls ihre Freude. Liegt der Tracker im Auto, meldet er beispielsweise alle halbe Stunde, dass die Karre immer noch auf dem Parkplatz steht. Oder der Ehepartner tatsächlich in der Arbeit und nicht in fremden Betten unterwegs ist.

Chinavasion stellt jedoch auch gleich das Gegenmittel bereit: Der Portable GPS + Mobile Phone Jammer stört im Umkreis von zehn Metern alle CDMA-, GSM- und DCS-Signale zwischen 850 und 960 sowie 1805 und 1990 MHz. Mit einem starken Rauschen zwischen 1500 und 1600 MHz haben auch GPS-Geräte keine Chance mehr, einen Satelliten zu orten. Mit einem Kaufpreis von 25 Euro ist das Antidot auch deutlich günstiger als das Gift – das kostet gut 90 Euro.

Die Benutzung solcher Jammer ist in Deutschland allerdings verboten. Wer erwischt wird, hat mit hohen Strafen zu rechnen. Also ist es doch besser, auf solchen Überwachungskram zu verzichten und etwas Vertrauen zu zeigen. Um die Daheimgebliebenen während meinem nächsten Karibikurlaub vor Neid erblassen zu lassen, wäre so ein Tracker allerdings eine Überlegung wert. Blöd, dass SMS von Jamaika nach Deutschland so teuer sind. Dann bleibt’s wohl doch bei Ansichtskarten, die sind außerdem etwas persönlicher. (stm / Bilder: Chinavasion)

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