CES 2009: Palms Pre bringt frischen Wind in den Smartphone-Markt

Palm Pre

Dank Palm war der Donnerstag ein langer, actionreicher Tag. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, sich die Ankündigungen von Palm Pre und WebOS noch mal durch den Kopf gehen zu lassen. Der Palm-Pressekonferenz hatten wir mit einer gehörigen Portion Skepsis entgegengesehen. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass Palm in der jüngeren Vergangenheit echte Probleme hatte, mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Es hagelte schwere Kritik ob des Fehlens von Innovationen, und die Vorstellung des neuen Palm-Betriebssystems verzögerte sich. Kann man uns da vorwerfen, dass wir Angst hatten, dass Palm uns wieder enttäuscht?

Palm PreUm es kurz zu machen: Wir lagen zum Glück falsch. Mit dem Pre dürfte Palm ein gewaltiger Schritt in Richtung Rückeroberung seiner angestammten Position als respektierter Hersteller mobiler Computing-Produkte gelungen sein.

Der Pre ist ein Smartphone mit 3,1-Zoll-Touchscreen-Display mit 320 mal 480 Pixeln Auflösung, Slide-Out-Keyboard im QWERTY-Stil sowie Palms neuem, lange erwarteten Betriebssystem WebOS, das unter dem Codenamen Nova entwickelt wurde. Erste Hands-On-Tests unserer amerikanischen Kollegen lassen nur einen Schluss zu: Palm WebOS ist richtig cool, durchdacht und unkompliziert zu bedienen.

Der Palm Pre verfügt über Bluetooth, WLAN, GPS und 8 GByte Speicherplatz. Er integriert außerdem eine 3-Megapixel-Kamera, deren Qualität ziemlich gut sein soll. Momentan kann man mit der Digicam allerdings keine Videos aufnehmen. Dieses Feature soll erst mit einem zukünftigen Modell-Upgrade möglich sein.

In Sachen Musik hat sich Palm mit dem Amazon Music Store zusammengetan, so dass Ihr Eure Musik direkt über den Pre bestellen könnt. An Anschlüssen bietet der Palm Pre einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für Kopfhörer sowie einen USB-2.0-Port.

Wie Apples iPhone bietet der Palm Pre nur einen einzigen Bedienknopf, wenn das Slide-Out-Keyboard eingefahren ist. Anwender bedienen alle Bildschirminhalte mit einer Gestensteuerung, die der des iPhone ähnelt. Die Startseite der Nutzeroberfläche stellt am unteren Rand vier Icons dar, die die vier am häufigsten genutzten Funktionen – beispielsweise Telefon, E-Mail, oder Kalender – abbilden.

Palm PreIm Gegensatz zum iPhone verfügt der Pre aber über das beschriebene Hardware-Keyboard und scheint eine Art Benachrichtigungssystem für Anwendungen einzusetzen, das dem Nutzer Mitteilungen von Programmen einblendet, die er gerade nicht aktiv verfolgt.

Apple wollte ein solches Benachrichtigungssystem zwar ebenfalls einführen, hängt aber weit hinter seiner eigenen Deadline vom September 2008 hinterher.

Palm hat noch keinen Preis für den Pre genannt, gibt aber an, dass das Smartphone noch in der ersten Jahreshälfte auf den Markt kommen soll. Sprint wird in Amerika der exklusive Launch-Partner sein. Preislich positioniert Palm – beziehungsweise Sprint – den Pre knapp unterhalb des BlackBerry Storm oder Apples iPhone. (gst / Quelle: Palm)

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