slotMusic: SanDisk Sansa sagt CDs und DVDs den Kampf an

SanDisk Sansa slotMusicUnterwegs hat die CD schon ausgedient. Statt sperriger Discmans haben wir winzige MP3-Player mit integriertem Speicher und Speicherkartenslots. Auch im Wohnzimmer stehen zunehmend weniger reine CD-Player. Die Scheiben drehen sich heute größtenteils in DVD- und Blu-ray-Geräten. Einzig das Zusatzmaterial wie Booklets und der haptische Faktor sprechen für die Scheiben – es ist einfach schön, etwas Gekauftes greifbar in der Hand zu halten.

Das ist auch das Problem an iTunes & Co.: Man bezahlt für etwas, das man nie in der Hand halten kann. Und raucht die Festplatte ab, ist die gesamte MP3-Sammlung futsch. SanDisk geht hier mit slotMusic einen Mittelweg. Die Alben kommen in einer Plastikhülle, die der von CDs gleicht. Doch anstelle einer Scheibe enthält sie ein Jewelcase mit einer microSD-Karte und einen USB-Kartenleser. Der Preis ist mit dem von gewöhnlichen Discs identisch.

Dafür haben die Künstler die Möglichkeit, weiteres Bonusmaterial zum Album dazuzupacken, etwa Videos. Die MP3s sind mit 320 KBit/s kodiert, nehmen aber nicht mehr als die Hälfte der 1-GByte-Karte in Anspruch. Außerdem schön: Die Musik ist 100 Prozent DRM-frei.

In den USA hat es slotMusic schon auf den Markt geschafft. Und das mit Erfolg. Walmart vertreibt die Speichermedien – sieben Prozent aller verkauften Exemplare des neuen Rihanna-Albums waren bereits auf microSD-Karten. In Europa soll England diesen Sommer als erstes in den Genuss kommen, in Deutschland geht es zum Weihnachtsgeschäft los. Dazu hat SanDisk auch einen Mini-Player im Programm, der lediglich 29 Euro kostet. Internen Speicher, Display oder USB-Anschluss gibt es nicht. Es reicht nur für microSD-Slot, Kopfhöreranschluss und die wichtigsten Bedienelemente. Bald gibt es einen Test von dem Gerät auf CNET.de – falls ich die winzigen Karten und den Mini-MP3-Player nicht gleich wieder verliere. (stm / Bild: SanDisk)

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