Wooo H001 von Hitachi und KDDI: erstes Handy mit WVGA-3D-Display

3D-Handy Wooo von KDDI und Hitachi (Foto: KDDI)Mein gutes Nokia-Handy Communicator 9300 leistet mir nun schon seit geraumer Zeit hervorragende Dienste. Besonders die vollwertige Tastatur und natürlich das – für damalige Verhältnisse – „ultrahochauflösende“ Display mit 640 mal 200 Pixeln haben mich 2005 zum Kauf bewogen. Mittlerweile ist der Bildschirm allerdings total veraltet. Moderne Handys lösen mit 800 mal 480 Pixeln mehr als doppelt so hoch auf. Aus diesem Grund überlege ich schon seit längerem, ob ich mich von meinem geliebten Communicator trennen soll. Besonders das iPhone hat es mir angetan.

Doch nun ist in Japan ein Handy auf den Markt gekommen, das mich dazu bewegt hat, noch etwas mit dem Kauf zu warten. Es zeigt nämlich, dass den Handydisplays in Kürze eine Revolution bevorsteht: Das Wooo H001 von Hitachi und KDDI kommt nicht nur mit einem 3,1-Zoll-Bildschirm mit satter WVGA-Auflösung, der Screen ist obendrein noch ein 3D-Display.

Für die 3D-Darstellung nutzt das Wooo eine bereits seit langem bekannte Technik. Es sendet an jedes der beiden Augen des Betrachters ein separates Bild. Die Bilder für das rechte und das linke Auge unterscheiden sich – wie beim normalen Sehen – in ihrem Blickwinkel. Dadurch ist das Gehirn in der Lage, Tiefeninformationen aus dem Material zu errechnen. Es entsteht ein 3D-Effekt. Allerdings sind dazu beim Hitachi-KDDI-Handy keine Shutter- oder Rot-Grün-Brillen notwendig. Stattdessen nutzt der Hersteller eine spezielle Displaybeschichtung. Diese sorgt dafür, dass jedes Auge das jeweils richtige Bild zu sehen bekommt. Allerdings funktioniert das wohl nicht immer. KDDI warnt auf seiner Website sogar vor zu langem Gebrauch und empfiehlt Pausen. Kinder unter sechs Jahren sollen den – zum Glück abschaltbaren – 3D-Modus sogar überhaupt nicht benutzen. Andernfalls könne der Hersteller nicht für ein normales Augenwachstum garantieren.

Neben dem 3D-Display bringt das Wooo eine gute Ausstattung mit. So hat das Handy eine 5-Megapixel-Kamera, 500 MByte Speicher, ein Navigationssystem und viele weitere Extras an Bord. Damit Käufer die 3D-Funktionalität auch richtig nutzen können, gibt es haufenweise Spiele und einen Videoplayer. Trotzdem ist das Wooo mit seinen Abmessungen von 11,1 mal 5,1 mal 1,9 Zentimetern angenehm klein. Auch das Gewicht von 145 Gramm bleibt im Rahmen. Den Großteil davon macht aber wahrscheinlich ohnehin nicht die Ausstattung, sondern der Akku aus. Er hält laut Hersteller für bis zu 260 Stunden Standby-Betrieb oder 220 Minuten Gesprächszeit durch.

Wer jetzt ganz heiß auf das Wooo ist, kann es im Onlineshop des Herstellers für rund 510 Dollar bestellen. Zusätzlich zum Handy bekommt er für dieses Geld dann gleich noch ein Headset dazu. Da bleibt nur zu hoffen, dass letzeres normalen Stereo- und keinen 3D-Sound liefert. Andernfalls fallen Euch womöglich nach ein paar Stunden Musikgenuss noch die Ohren ab. (pas / Foto: KDDI)

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