Canon EOS 5D Mark II: neue Firmware mit Videofunktion im Test

Canon EOS 5D Mark II Firmwareupdate

Bei der Ankündigung der Canon EOS 5D Mark II Ende letzten Jahres sorgte deren Full-HD-Videofunktion bei Kameramännern für große Augen. Trotz ihres stolzen Kaufpreises von rund 2200 Euro stellt die digitale Spiegelreflexkamera damit eine attraktive Alternative zu den deutlich teureren Proficamcordern dar, die Wechseloptiken bieten. Allerdings zeigt der Praxistest dann schnell eine herbe Enttäuschung: Der Videomodus bietet keine manuellen Einstellungen.

Diese Woche hat Canon jedoch ein Firmware-Update herausgebracht, das die 5D Mark II zu einem vollwertigen Camcorderersatz machen soll. Jetzt lassen sich sowohl Blende als auch Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit beliebig festlegen. Wir haben die neue Software ausprobiert.

Insbesondere die manuelle Blendeneinstellung gefällt. Mit geringer Tiefenschärfe lassen sich leinwandreife Ergebnisse erzielen. Eine Blenden- oder Belichtungsautomatik gibt es allerdings immer noch nicht. Immerhin: Steht die ISO-Einstellung auf Auto, so steuert die DSLR bei Änderungen der Blende zwar nicht mit der Verschlusszeit, aber dafür immerhin mit der Lichtempfindlichkeit dagegen. Drastische Änderungen sorgen hier allerdings dann für sehr hohe ISO-Werte und damit für ein deutliches Bildrauschen. Außerdem flimmert während des Verstellens das Bild je nach Motiv mehr oder weniger stark.

Dennoch, die neue Firmware macht die EOS 5D Mark II zu einem interessanten Werkzeug für Kurzfilm-Fans. Ein lichtstarkes Objektiv wie das 50mm 1:1.2L USM verwandelt die Kamera außerdem schon beinahe in ein Nachtsichtgerät. (stm)

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