NeuroSky MindSet: den Computer wie ein Jediritter mit Willenskraft steuern

NeuroSky MindSet (Foto: neurosky.com)Erinnert Ihr Euch auch noch an den ersten Starwars-Film, den Ihr in Eurem Leben gesehen habt? Als ich mit etwa sechs Jahren auf dem Fernsehschirm miterleben durfte, wie Luke Skywalker seinen X-Wing-Jäger alleine durch die Kraft seiner Gedanken aus dem Sumpf zieht, war es um mich geschehen. Ich wollte auch solche Kräfte haben und sie einsetzen, um meinen kleinen Bruder zu ärgern und zum Beispiel sein Lieblingsgericht knapp außerhalb seiner Reichweite schweben zu lassen. Allerdings kam es irgendwann, nach vielen selbsterdachten Übungen zur Stärkung der Geisteskraft zur bitteren Ernüchterung: Wer kein Jediritter ist, kann lange versuchen, Gegenstände schweben zu lassen.

Heute, etwa 18 Jahre später, soll es dann auf einmal doch klappen: Mit dem MindSet von NeuroSky ist laut Hersteller jeder Mensch in der Lage, Dinge nur durch die Kraft seiner Gedanken zu bewegen. Allerdings gibt es natürlich einen Haken: Das ganze funktioniert nur in der digitalen Computerwelt und nicht in der Realität. Das MindSet sieht aus wie ein gewöhnliches Headset mit Ohrmuscheln und Mikrofonarm. Allerdings sitzt an der Spitze des Arms kein Mikrofon, sondern ein Sensor. Und er hängt nicht vorm Mund, sondern an der Stirn. Der Sensor empfängt Gehirnwellen und wandelt sie in elektrische Impulse um. Eine Software wertet diese aus und übersetzt sie in Befehle für den PC. Derzeit sind bereits zwei Anwendungen verfügbar, die Käufer des Gedanken-Headsets mit ihren Hirnwellen kontrollieren. Bei NeuroBoy handelt es sich um ein Demonstrationsspiel. Die Gedanken steuern einen Jungen, der Felsblöcke schweben, Autos brennen und Parkbänke wandern lässt. Das zweite Programm namens Brainwave Visualizer stellt die Wellen des Denkorgans grafisch dar und reagiert auf Stimmungs-, Konzentrations- und Aktivitätsänderungen.

Das Mindset kostet im Onlinestore des Herstellers knapp 200 Dollar. Im Lieferumfang sind ein USB-Kabel und ein Bluetooth-Dongle für das Verbinden mit dem Rechner enthalten. Wer eigene Anwendungen für die Gedankensteuerung basteln möchte, lädt ein kostenloses Entwicklungskit herunter. Damit sollte es dann auch endlich klappen, meinem Bruder zumindest als 3D-Objekt auf dem Bildschirm die gemeinsten Streiche zu spielen. (pas / Foto: neurosky.com)

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