Aquarium Coffee Table: Trockener Kuchen? Schick‘ ihn zu den Fischen

Aquarium Coffee TableBald ist es wieder so weit, und ich könnte darauf verzichten: auf meinen Geburtstag. Das bedeutet erst Teig zusammenrühren und später schwarze Rauchschwaden in der Küche. Denn irgendwie wollen sich Backzeiten aus Rezepten und meine Wahrnehmung von Zeit einfach nicht verstehen. Tja, und jedes Jahr erinnere ich mich wieder, woher der Marmorkuchen seinen Namen hat. Ich hab schon Carrara-Treppen gesehen, die weicher sind als dieses Gebäck. Kein Wunder, dass die Leute zunehmend erst später zum Grillen kommen. Mit den drei Minuten Aufmerksamkeit, die Fleisch fordert, habe ich keine Probleme.

Bei den wenigen Gästen, die sich noch meinen Kuchen antun, herrscht dann oft miese Stimmung. Jeder kaut unmotiviert auf steinharten Scheibchen herum und sucht unauffällig nach einem Hund, der sich bereitwillig für das eine oder andere Stückchen süßen Betons opfert. Nach einem Hund, den ich allerdings nicht besitze.

Wenn schon keine Hunde, wieso dann nicht andere kuchenhungrige Tierchen, die weder zum Tierarzt müssen noch Gassi gehen wollen? Nein, ich rede nicht von Pleo. Ich dachte da eher an die Piratenzeit: Was nicht passt, landet bei den Fischen. Nur, dass ich nicht in einem Schiff, sondern in einem Haus wohne, und die blut- beziehungsweise kuchenrünstigen Meeresbewohner nicht unterm Bug, sondern unter der Tischplatte hausen. Je nachdem, ob sich im Wohnzimmer entweder Goldfische oder gleich Piranhas heimisch fühlen, verschwindet in dem Aquarium Coffee Table nicht nur Steinkuchen, sondern auch zähes Fleisch, sehniger Braten und kalte Grillwürstchen. Zu allererst verschlingt das Aquarium aber erst einmal eine Menge Asche – der Designertisch mit integrierter Fischzucht kostet nämlich 430 Euro. (stm / Bild: Hammacher)

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Aquarium Coffee Table: Trockener Kuchen? Schick‘ ihn zu den Fischen

  • Am 5. Juli 2009 um 14:57 von Xairoo

    Hi,
    CNET sollte von solchen News Abstand halten.
    Vor einiger Zeit gab es schon mal so etwas – oder war es in Restaurants?
    Jedenfalls hören die Fische die Geräusche extremst und sterben durch den Stress nach sehr kurzer Zeit (TV Reportage von anno sonst wann…)
    Das Material leitet den Schall sehr gut weiter. Viel Spass beim Googlen nach Tierquälerei, Stress und Tischaquarien.
    Ein teurer Spass für das perverse Vergnügen.

    Wenn man bedenkt, dass CNET recht gut besucht ist, finde ich es schon sehr traurig dass der Hersteller unter diesen Umständen eventuell noch mehr Produkte verkauft und CNET seinen Teil an der Qual der Tiere dazu beigetragen hat.

  • Am 6. Juli 2009 um 17:30 von Stefan Möllenhoff

    Hallo Xairoo,

    natürlich lehnen wir Tierquälerei strikt ab. Dass es Fischen nicht bekommt, regelmäßig von klapperndem Geschirr gestört und von Essensresten bombardiert zu werden, steht außer Frage – ebenso wie das Aquarium für Piranhas viel zu klein ist.

    Wer unseren Blog kennt, weiß, dass etliche unserer Beiträge nicht ganz ernst zu nehmen und mit einem leichten Augenzwinkern versehen sind. Glühwürmchen würden wir zum Beispiel niemals durch diese Plastikversion ersetzen. *brrr*

    Fischige Grüße,
    Stefan Möllenhoff, Redaktion CNET.de

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