Die flachsten Notebooks: MacBook Air & Co.

Im Januar 2008 präsentierte Apple das MacBook Air – und damit ein neues Design-Highlight, denn das Notebook gehört zu den flachsten Rechnern der Welt. Wir haben uns jetzt, etwa eineinhalb Jahre später, im Markt umgesehen – denn die Konkurrenz hat ganz schön aufgeholt. So bieten alle mehr USB-Ports als das MacBook, das ThinkPad besitzt sogar einen integrierten DVD-Brenner und das X340 von MSI ist bereits ab 600 Euro zu haben.

An diese Werbung dürfte sich der eine oder andere noch erinnern. Im Hintergrund trällert Yael Naim New Soul, während eine Hand mit gepflegten Fingernägeln das Siegel eines typischen, bürobraunen Hauspostumschlags öffnet – und anstelle langweiliger Akten ein schlankes Notebook im edlen Alu-Look herauszieht.

Auch abgesehen vom ohrwurmtauglichen Sound beeindruckt dieser Spot. Ein Notebook, dass so dünn ist? Gibt’s doch gar nicht, dachte man damals. Und irrte sich, denn das MacBook Air passt ja offensichtlich. Doch dabei handelt es sich nicht einmal um das dünnste Notebook der Welt, wie Steve Jobs stolz bei der Vorstellung seiner platten Flunder erzählte, sondern zu dem Zeitpunkt genau genommen um das Zweitdünnste, wie unsere Kollegen von CNET.com ermittelt haben.

Aber das ist ja auch völlig egal. Wen interessiert schon ein plattes Notebook von 1998, wenn hier so ein Designstück zu haben ist? Viel schwerer wiegen dagegen die Einschränkungen, die man sich mit der tollen Optik erkauft. Das komplette Notebook, was das MacBook Air darstellen soll, ist es nämlich beileibe nicht. DVD-Laufwerk? Fehlanzeige. Firewire? Auch. USB? Ja, aber nur ein Anschluss. Ein Anschluss! Da wird ja schon beim Anstecken einer externen Maus ein Hub nötig, um auf die Digicam zugreifen zu können. Speicherkartenslot? Nö, Erweiterungsslot auch nicht.

Klar, dass die Konkurrenz sofort in diese Wunde sticht – Lenovo etwa mit dem Thinkpad X300. Das sieht vielleicht nicht ganz so sexy aus, ist aber fast genau so dünn – und bietet drei USB-Buchsen, ein internes DVD-Laufwerk und einen VGA-Ausgang. Bei 60 Gramm Mehrgewicht und 4 Millimeter höherem Gehäuse. Man sieht also: Flach ist nicht alles – auf den Anwendungszweck kommt es an.


Volltreffer: Diese Parodie auf die MacBook-Air-Werbung zeigt, was dem flachen Apple alles fehlt.

Natürlich schläft auch die Konkurrenz nicht. Inzwischen haben neben Apple und Dell auch Lenovo und MSI ultraflache Laptops im Angebot, und Asus will mit seinem frisch vorgestellten UX30 nachziehen. Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und zeigen, was zu haben ist.

Display

Dieser Vergleich beschränkt sich auf Geräte mit einer Displaydiagonale von 13,3 beziehungsweise 13,4 Zoll. Damit orientieren wir uns zum einen am MacBook Air – und zum anderne sind größere Geräte schlicht nicht schlank genug, um in diesen Vergleich zu passen. Dafür gibt es natürlich auch keine Full-HD-Auflösung, doch alle flachen Notebooks sind immerhin in der Lage, HD-ready mit 1280 mal 720 Pixeln darzustellen.

Während die Masse der Geräte 1366 mal 768 Pixel darstellt, fallen Apple und Lenovo hier aus der Reihe. Das MacBook Air löst in der Vertikalen mit 800 Pixeln ein paar mehr auf, in der Horizontalen mit 1280 dafür ein paar weniger. Das teurere Thinkpad X301 von Lenovo hält hier mit 1440 mal 900 Punkten den Rekord.

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