Momentaufnahmen im Eigenbau: Wassertropfen fotografieren

Wassertropfen, die wie bizarr erstarrte Glassäulen aussehen, platzende Luftballons, die sich in einem Museum für abstrakte Kunst nicht zu verstecken bräuchten sowie von Kugeln zersiebte Coladosen, Eier und Farbdosen. Seit Jahren machen solche spektakulären Bilder in diversen Fotozeitschriften und im Internet die Runde. Für derartige Fotos ist keine tausende Euro teure Ausrüstung und kein Studium notwendig. Wir zeigen, wie solche Aufnahmen mit etwas Bastelei und einfachen Tools möglich sind.

Wir haben bereits Eiern, Glühbirnen, Luftballons und diversem Obst mit einem Luftgewehr den Garaus gemacht und dessen Ableben auf digitalen Film gebannt. Dabei setzten wir auf einen selbstgebastelten Kontaktsensor, der sich kostentechnisch im Centbereich bewegt. Dem stellen wir nun eine kommerzielle Lösung gegenüber, die sich nicht nur über Berührung, sondern auch akustisch oder per unterbrochener Lichtschranke auslösen lässt.

Der Trick hinter den Momentaufnahmen

Schon mal versucht, die Freundin beim Kopfsprung vom Fünf-Meter-Brett exakt beim Eintauchen zu fotografieren? Es ist reine Glückssache, den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Dabei ist eine Person im Vergleich zu einem Wassertropfen geradezu riesig. Beim Timing hapert es an zwei Stellen: Mensch und Maschine.

Fällt ein Tropfen 30 Zentimeter nach unten, so braucht er für die Strecke etwa 250 Millisekunden. Dieser Wert bewegt sich in ähnlichen Dimensionen wie die menschliche Reaktionszeit. Aber auch die Kameras machen den Momentaufnahmen einen Strich durch die Rechnung: Die Auslöseverzögerung aktueller Amateur-DSLRs liegt bei etwa 200 bis 500 Millisekunden.


Für solche Aufnahmen sind Menschen und Kameras zu langsam. Derartige Bilder gelingen nur mit akustischem Sensor und Elektronenblitz.

Um die menschliche Schwäche in unserem Experiment auszumerzen, verlassen wir uns nicht auf unsere Reflexe, sondern auf einen Sensor. Dabei stehen uns wahlweise eine Lichtschranke oder ein Mikrofon zur Verfügung.

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