Momentaufnahmen im Eigenbau: Wassertropfen fotografieren

Um die Auslöseverzögerung zu umgehen, schrauben wir ganz einfach die Belichtungszeit massiv nach oben. Klingt unlogisch? Stimmt, aber wir fotografieren im Dunkeln. Damit landet auf dem Foto zunächst keinerlei Information, obwohl der Verschluss geöffnet ist. Um die Szenerie jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt zu belichten, setzen wir einen externen Blitz ein. Dieser lässt sich elektronisch zünden und besitzt dadurch keine relevante Verzögerung.

Unsere Ausrüstung

Als Lichtquelle dient ein Canon Speedlite 550EX, für den wir in einem Second-Hand-Fotogeschäft gerade einmal 50 Euro gezahlt haben. Mit reduzierter Blitzleistung schafft er Belichtungszeiten, die sich im zweistelligen Mikrosekundenbereich bewegen. Damit friert er einen nur etwa 1/20.000 Sekunde dauernden Augenblick ein. Derart kurze Verschlusszeiten schafft keine Spiegelreflexkamera.

Die Sensoren haben wir bereits erwähnt: eine Lichtschranke und ein Mikrofon. Das Bindeglied zur Kamera stellt dabei der Universal Photo Timer dar. Er kostet im Paket UPT_KIT1B mit Mikrofon umgerechnet 120 Euro. Außerdem bestellen wir einen optischen Sensor zum Aufbau einer Lichtschranke für zusätzliche 20 Euro.


Herunterfallende Wassertropfen sind für den akustischen Sensor zu leise. Man erwischt sie nur mit einer Lichtschranke.

Was brauchen wir noch zum Fotografieren? Ach ja, eine Kamera. Es eignet sich jeder Fotoapparat, der ein manuelles Einstellen von Belichtungszeit und Fokus erlaubt – also alle DSLRs und viele Bridgekameras. Wir setzen auf eine Canon EOS 500D.

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