Momentaufnahmen im Eigenbau: Wassertropfen fotografieren

Die Kamera stellen wir auf den Bulb-Modus. So belichtet der Fotoapparat genau so lange, wie der Auslöser gedrückt ist. Bei der Canon EOS 500D wählen wir F10 als Blende, um eventuelle Ungenauigkeiten beim Einschlagsort mit etwas mehr Tiefenschärfe zu kompensieren. Eine Empfindlichkeit von ISO 200 reicht aus, um genügend Licht einzufangen. Beim Canon Speedlite 550EX reduzieren wir die Blitzleistung auf 1/128, den minimalen Wert. Dadurch verringert sich die Leuchtdauer deutlich, was in einer größtmöglichen Schärfe resultiert.

Der Ablauf

Jetzt geht’s los, und zwar am besten zu zweit: Eine Person kümmert sich um das Fallenlassen, die andere ums Fotografieren. Als erstes gilt es den Blitz startklar zu machen. Anschließend bringt man das Mikrofon in Position beziehungsweise aktiviert die Lichtschranke. Ein Druck auf Menü schaltet den Universal Photo Timer an. Ein doppeltes Betätigen der Select-Taste bringt uns zur Einstellung der Verzögerung. Ist diese festgelegt und mit Select bestätigt, so löst jedes weitere Geräusch respektive die nächste Unterbrechung der Lichtschranke den Blitz aus.

Die Kamera sollte bereits auf das Ziel scharfgestellt sein. Sobald der Fotograf im Bulb-Modus den Auslöser betätigt hat, sorgt die andere Person für das richtige Motiv. Sobald der Blitz ausgelöst wurde, lässt der Kameramann den Knopf los, und den Verschluss schnappt zu. Und schon ist das erste Bild im Kasten.

Fazit

Inklusive Versand kostet der Universal Photo Timer rund 150 Euro. Dafür gibt es ein sehr vielseitiges Gerät, das neben dem oben beschriebenen Versuchsaufbau noch viele weitere Möglichkeiten bietet. Es zwar teurer, aber dafür auch deutlich vielseitiger als unser simpler Alufolie-Sensor, den wir für unsere ballistischen Aufnahmen eingesetzt haben. Wer keine Angst vor Lötkolben hat, findet auf der Hiviz.com Schaltpläne für einen Timer.

Die folgende Bildergalerie zeigt noch ein paar Ergebnisse unserer ballistischen Experimente mit dem selbstgebastelten Sensor. Die Materialkosten belaufen sich dabei auf lediglich 15 Euro.

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