Den ersten Blick auf den Touchscreen-Eee-PC konnten wir bereits im Januar auf der CES in Las Vegas erhaschen – und wir haben uns direkt verliebt. Denn die Kombination aus kostengünstigem Netbook und Touchscreen ist genial. Sieben Monate später ist das Produkt final und wirkt für einen ersten Versuch schon erstaunlich ausgereift. Der berührungsempfindliche Monitor ermöglicht einen komplett neuen Umgang mit dem mobilen Begleiter und ist eine angenehme Alternative zu den immer kleiner werdenden Touchpads.

Design und Ausstattung

Die Scharniertechnik des Monitors kommt uns bekannt vor. Die vor einigen Jahren mit großem Tamtam vorgestellten, aber leider weitgehend erfolglos gebliebenen Tablet-PCs hatten schon eine vergleichbare Klapp-Dreh-Technik. Das Display lässt sich hochklappen, um 180 Grad drehen und mit der berührungsempfindlichen Bildfläche oben wieder auf der Tastatur aufsetzen. Der Touchscreen reagiert auf den Finger oder den mitgelieferten Stylus. Dazu passend hat Asus eine entsprechende Oberfläche entwickelt, deren große Symbole sich perfekt für die Bedienung mit dem Finger eignen. Ganz so flott und cool wie zum Beispiel beim iPhone reagiert die Software aber nicht.

Wir freuen uns, dass Asus bei der Preisgestaltung nicht übers Ziel hinausgeschossen ist. 449 Euro für einen Mini-Tablet-PC sind eine Ansage, auch, wenn das Gerät nur ein vergleichsweise kleines 8,9-Zoll-Display zu bieten hat. Dafür muss der Hersteller aber offensichtlich hier und da einsparen – so kommt lediglich eine Atom-Z520-CPU mit 1,33 GHz zum Einsatz, während die meisten anderen Netbooks zumindest 1,6 GHz zu bieten haben. Wir finden es klasse, dass hier wieder ausschließlich Flash-Speicher verbaut ist. 16 GByte SSD-Speicher sind integriert, im Lieferumfang ist eine 16 GByte große SD-Karte enthalten – macht 32 GByte für Betriebssystem, Programme, Fotos und Musik. Das klingt nach wenig im Vergleich zu den ansonsten üblichen 160-GByte-Platten der meisten Netbooks. Aber es reicht locker aus, und außerdem ist ein Netbook ja ohnehin als Zweit-PC gedacht. Es gibt ja nicht einmal ein optisches Laufwerk.

Der Eee PC T91 wirkt winzig und leicht – sogar im Vergleich mit anderen Netbooks. Der Hauptgrund ist die selbst für dieses Umfeld kleine 8,9-Zoll-Anzeige. Die meisten derzeit erhältlichen Mini-Notebooks haben 10 oder sogar 11 Zoll große Displays. Selbstverständlich müssen Käufer von solchen Geräten mit Kompromissen leben: Tastatur und Touchpad schrumpfen mit dem Display mit. Dafür gibt es aber eben einen wirklich kleinen Begleiter. Der T91 ist sogar noch winziger als der erste Eee-PC 701 mit 7-Zoll-Display.

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