RAW-Bilder mit 4,7 Megapixeln klingt nach wenig. Fast nach letztem Jahrtausend? Nicht, wenn ein Foveon-Sensor dahintersteckt. Denn bei diesem Chip stammt die Information für jeden Pixel aus drei verschiedenen lichtempfindlichen Elementen, die sich in unterschiedlichen Schichten übereinander befinden – wie bei analogen Filmen. Damit entfällt eine Interpolation, wie sie bei der CCD- und CMOS-Technologie stattfindet.

Stärken

In puncto Bildqualität lässt die Sigma DP2 sämtliche Kompaktkameras mühelos hinter sich. Sie bewegt sich auf dem Niveau von digitalen Spiegelreflexkameras mit einer Auflösung von 10 bis 12 Megapixeln. Sowohl Schärfe als auch Farben überzeugen auf der ganzen Linie.

Beim Design kann die DP2 ebenfalls punkten. Sie verzichtet auf Schnörkel und Spielereien. Stattdessen ist das Gehäuse der Kamera schlicht, viereckig und bietet genau die Bedienelemente, die die gute alte analoge SLR auch mitbrachte. Es gibt Programmfunktion und manuellen Modus sowie Blenden- und Belichtungspriorität. Szenenprogramme, Gesichtserkennung, intelligente Automatik? Fehlanzeige – nicht einmal einen Zoom bietet die Sigma.

Sigma DP2 Testfoto

Das Testfoto weist eine leichte tonnenförmige Verzerrung auf. Außerdem wirkt die Aufnahme etwas grünlich. Im Freien liefert die Kamera allerdings tolle Farben und erstaunlich scharfe Details (zum Vergrößern auf das Bild klicken, 2,3 MByte – Originalfoto).

Die DP2 verfügt über einen Autofokus. Daneben gibt es auch die Option zum manuellen Scharfstellen. Dies erfolgt allerdings nicht via vergrößertem Bildausschnitt auf dem Display, sondern mittels eines überstehenden Rädchens auf der Oberseite der Kamera. Das Drehelement beschriftet der Hersteller mit Entfernungsangaben. Damit lässt sich in Zusammenhang mit der gewählten Blende und der damit verbundenen Tiefenschärfe auch „blind“ aus der Hüfte schießen. Praktisch, wenn es schnell gehen muss.

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