Mit seinem Aspire R3600 Revo ist Acer der erste Hersteller, der aus dem klassischen Nettop-Markt herausbricht. Anstelle des üblichen (und wirklich nicht mehr zeitgemäßen) Intel-Chipsatz D945G kommt das coole, neue Ion-Paket von Nvidia zum Einsatz. Damit soll dieser Mini-Computer in der Lage sein, 3D-Spiele darzustellen und Videos in 1080p (Full-HD) wiederzugeben. Von beidem können bisherige Nettops nur träumen. Das R3600 soll 299 Euro kosten.

Design

Na klar, der R3600 ist klein. Das war zu erwarten. Er misst 18 mal 18 Zentimeter und bringt 750 Gramm auf die Waage. Das Gehäuse sieht faszinierend aus: Die meisten Nettops sind schlicht quadratisch und orientieren sich am Mac Mini. Acer hingegen baut seinen Mini-Rechner in Form eines Parallelogramms. Dabei scheint optisch nicht definiert zu sein, wo vorne oder hinten ist – das hat was.

Das Gerät kann entweder auf seiner Oberseite oder auf seiner Unterseite liegend betrieben werden. Beide Seiten sind in dunklem Blau gehalten, doch oben trägt das Gerät stolz seinen Aspire-Revo-Schriftzug. Unten hingegen gibt es nur ein dezentes Acer-Logo. Alternativ steht das Nettop auch in seinem kippeligen Halter aufrecht. Wer die Optik trotz des ausgefallenen Designs nur mittelattraktiv findet, kann den kompletten Rechner auch mit dem mitgelieferten VESA-Befestigungskit hinten am Monitor montieren.

Egal ob liegend, stehend oder hängend: Der Nutzer hat immer perfekten Zugriff auf die Anschlüsse des Revo. Es gibt einen Vier-in-eins-Kartenleser, Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Mikrofon, Monitor- und TV-Ausgänge via D-Sub und HDMI, Netzwerkport, E-SATA-Anschluss und sechs (!) USB-Buchsen – das ist ordentlich für so einen kleinen Computer.

Ausstattung

So einzigartig der Chipsatz auch ist, die CPU kommt uns bekannt vor: Unter der Haube arbeitet ein Atom-Prozessor von Intel mit 1,6 GHz. Dazu gesellt sich das Ion-Paket von Nvidia, bei dem es sich eigentlich um einen GeForce 9400-Grafikchip und etwas Zubehör handelt, von dem der Nutzer aber nichts mitbekommt. Das ist ein gutes Zeichen für einen Chipsatz. Der Hersteller hat seine Hausaufgaben gemacht.

Über den HDMI-Port steuert der Mini-Computer einen externen Monitor an und gibt das Bild mit einer Auflösung von bis zu 1920 mal 1080 Pixeln aus. Über den gleichen Anschluss erhält der Fernseher auch das Audiosignal in 7.1.

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2 Kommentare zu Acer Aspire R3600 Revo: Nettop mit Ion-Chipsatz

  • Am 24. Oktober 2009 um 15:20 von U.Grund

    ACER Revo – von wegen Media PC … lach
    Hallo, ich habe die Revo Box mir angeschaft als Media PC im Wohnzimmer.
    Wollte damit vollen zugriff auf alle MediaFiles auf dem PC im Arbeitzimmer haben.
    Egal ob Bilder / Videos / MP3. Abspielbar auf jedem Media Player, auch Internet vom Sofa aus ja super – als Monitor war der HDMI TV Plasma gedacht. Die Datenübertragung leider nur per WLAN – mit 54 NBit/s sollte funktionieren.
    Doch dann die Ernüchterung – Tastatur nur 1,5m Kabel USB – Maus ca. 1m USB. wer denkt sich nur so einen Schwachsinn aus – Vollidiot des Herstellers. Media PC schick und mit Halter für LCD/PlasmaTV Montage – aber nur 1m Mauskabel ? – das ist doch Hirnrissig. Keine Funkmaus und Tast. mit Dock ? – Fast Mittelalter. Also los – Funkmaus und Tastatur gekauft – ca. 150€ extra. Dann Internet und Netzwerk – mit internem WLAN ? – pseudo WLAN – nur 11.b fährig und schwach auf der Brust. Der Hersteller weiss sicherlich, dass die USER eh externen FRITZ USB nutzen. Sendeleistung zu schwach – also los FRITZ WLAN Repeater gekauft (c. 80 EUR)
    nun alles TOP NETZ mit 54MBit – doch Itunes läuft nicht. Der Prozessor des REVO verkraftet Itunes über WLAN nur bruchweise – immer wieder Aussetzer. Dabei ist der REVO so ausgelastet, dass beim Abspielen der MP3 in 256kB Codierung – kein anderes Arbeiten mehr möglich ist. Also neben Musik – im Internet serven… HaHaHa.
    Damit nicht genug – selbst die HDMI Schnittstelle – wird bei zu hoher Prozessorauslastung mal einfach abgeschaltet (schwarzer Screen) – das geht gar nicht. Nicht zu sehen wie wo was läuft auf der Revo. Man hofft er fängt sich wieder – doch oft hilft nur Reboot. Also für meine Begriffe – geht nicht. Günstig und Design hilft nicht, wenn performance fehlt. Lieber kleinen Laptop oder miniPC hinstellen, dann klappt auch die Performance. FAZIT: FINGER WEG – schwache Performance, selbst für die Standart Anwendung wie Itunes & Internet gleichzeitig zu nutzen.
    Großes SCHADE !
    U.Grund / Holzwickede / NRW

  • Am 24. Januar 2014 um 16:19 von Bernd, Segert

    Also ich finde den Revo3600 als gelungen, wenn man von den beiden Nachteilen absieht das:

    – die Betriebssystemsauswahl, leider nur ein ungeeignetes WinVista
    – die gute, jedoch etwas schwache Atheros-WLAN-Karte

    …verbaut sind. Mein Vorschlag wäre ihn preiswert aufzuwerten mit z.B.:

    – WLAN 802.11n Karte von Ralink
    – Windows 7, mit allen Treibern für Grafik&So und
    – vielleicht noch die SmartFan-Einstellung abschalten.

    So macht erst zwar etwas Lärm, aber ich hoffe er wird dadurch länger halten (62°C Temperatur mit aktivierten SmartFan, ohne ca 30°C).
    Selbst bei den Spielen sind schon 128MB als Grafikspeicher ausreichend, lässt man AntiAlias aus.

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