Digitale Camcorder mit Full-HD-Auflösung im Vergleich

So schön der letzte Urlaub auf den Bahamas auch war, so sehr sind die Versuche, Daheimgebliebene neidisch zu machen, fehlgeschlagen. Auf den Videos des antiken Mini-DV-Camcorders ist gerade noch auszumachen, wo sich Himmel, Meer und Sand befinden. Strandschönheiten, Sandburgen und Sehenswürdigkeiten gehen unter im Pixelmatsch des digitalisierten Materials. Für den nächsten Urlaub muss ein neuer Camcorder her. Wir vergleichen die derzeit auf dem Markt erhältlichen Videokameras mit Full-HD-Auflösung.

Wollen wir doch einmal sehen, was der Markt so hergibt. Ein beliebter Preisvergleichsdienst spuckt auf eine Anfrage zu „Full-HD-Camcordern“ ganze 83 Treffer aus. Uff – zwischen 80 und 8000 Euro ist hier alles geboten. Sind 1920 mal 1080 Pixel etwa nicht gleich 1920 mal 1080 Pixel?

Am unteren Ende der Preisskala siedeln sich Videokameras von Aiptek & Co. an, die auf einen optischen Zoom verzichten und, abgesehen von der hohen Auflösung, eigentlich nicht viel können. Im schon fast fünfstelligen Bereich dagegen finden sich sperrige Proficamcorder mit Wechselobjektiven, die bei Weitem nicht mehr in den Strandkorb passen. Wir haben uns nach den rucksackkompatiblen Consumer-Modellen umgesehen. Ein mindestens 10-facher optischer Zoom zum Filmen aus sicherer Entfernung ist außerdem Voraussetzung – schließlich möchten wir unsere Leser nicht an hungrige Löwen auf der Safari verlieren.

Megapixel-Einfänger: Bildsensoren

Mit Ausnahme des auslaufenden JVC-Camcorders GZ-HD5EX setzen alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Modelle auf CMOS-Sensoren. Während es keine grundsätzliche Aussage hinsichlich „besser“ oder „schlechter“ bei der Technologie gibt, spielt die Größe eine Rolle. Je mehr Fläche der lichtempfindliche Chip besitzt, desto mehr Platz bietet er einfallendem Licht. Die Sensorgrößen bewegen sich zwischen 1/6,0 Zoll und 1/1,8 Zoll – der größere Sensor stellt zehnmal mehr Platz bereit. Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen wirkt sich das stark aus, da der Camcorder dann mit kürzeren Belichtungszeiten immer noch ausreichend Informationen einfängt. Das sorgt für schärfere und besser ausgeleuchtete Videos. Außerdem lassen sich großzügiger dimensionierte Chips mit niedrigerer Empfindlichkeit betreiben – dadurch reduziert sich das Bildrauschen.

Neben der Größe spielen auch die Technologie und die bildverarbeitende Elektronik eine entscheidene Rolle. Derzeit hat Sony die Nase bei Nachtaufnahmen vorne. Bei den aktuellen Camcorder der XR- und CX-Serie setzt der Hersteller auf eine neu entwickelte Sensortechnik namens Exmor, die in puncto Lichtempfindlichkeit spitzenklasse ist.


Beim Exmor-Sensor von Sony (rechts) liegt die Elektronik zum Auslesen der Daten unter- und nicht oberhalb der lichtempfindlichen Elemente.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Digitale Camcorder mit Full-HD-Auflösung im Vergleich

  • Am 19. Oktober 2009 um 16:00 von Meinhild Hierling

    antike Mini-DV-Kameras
    Ich frage, ob die Abwertung der antiken Mini-DV-Kameras gerechtfertigt ist. Ich filme immer noch mit der 5 Jahre alten Panasonic NVGS400 (1024 x 576Pixel). Sie nimmt sehr gut schnelle Sportbewegungen und Kameraschwenks auf. Ich lese immer wieder dass die neuen HD-Kameras hier Ruckeln verursachen. Dies Problem wurde in der Besprechung nicht angegangen. Ich weiß nicht, ob ich umsteigen soll.

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