Nach der Vorstellung von Samsungs Smartphone Jet dauerte es nur etwa eine Woche, bis das Handy in den Läden stand. Das ist eine schlaue Art, mit Produkteinführungen umzugehen – denn wenn zu viel Zeit zwischen Ankündigung und Verfügbarkeit vergeht, wenden sich potentielle Käufer Alternativen zu. Vor allem Apple versteht es gut, damit umzugehen, Samsung offensichtlich nicht immer: Während der Nachfolger des Omnias, das i8000, in Asien bereits zu haben ist, müssen wir in Deutschland wohl noch bis September warten. Immerhin konnten unsere Kollegen das neue Windows-Mobile-Smartphone schon ausführlich unter die Lupe nehmen.

Design

Wer das Jet kennt, weiß schon, wie das Omnia II aussieht: identisch. Es ist zwar größer und schwerer, scheint aber mit der gleichen Feder gezeichnet zu sein. Das große Touchscreen-Display dominiert die Front, ansonsten zieht sich eine glänzend schwarze Kunststoffoberfläche über das Gerät. Sie fühlt sich übrigens nicht sonderlich hochwertig an – die Haptik könnte besser sein.

Die im Vergleich zum Jet größeren Abmessungen – immerhin ist das Omnia II 11,8 mal 6 Zentimeter groß und knapp 12 Millimeter dick – schaffen Platz für ein größeres Display. Zum Einsatz kommt eine 3,7-Zoll-WVGA-Anzeige mit einer Auflösung von 800 mal 480 Pixeln. Damit dürfte das Smartphone zu den größten Windows-Mobile-Geräten ohne Tastatur gehören. Zum Vergleich: Das HTC Touch HD verfügt über eine 3,8 Zoll große Anzeige mit gleicher Auflösung, setzt aber auf die LCD-Technik. Da sind die Koreaner mit ihren OLEDs deutlich weiter. Die neue Technologie verspricht eine tolle Farbwiedergabe und perfekte Blickwinkel.

Wie bei Windows Mobile üblich, erfasst auch das Omnia 2 Berührungen des Displays mit der resistiven Technik. Die deutlich empfindlichere und modernere kapazitive Technik, die im Übrigen auch Multitouch erst möglich macht, setzt Samsung beispielsweise bei seinem i8910 HD ein. Dafür ermöglichen resistive Touchscreens den Einsatz eines Stylus. Da das i8000 keinen Slot zur Aufnahme des Tipp-Stiftes hat, baumelt er wie ein Mascara außen am Gehäuse. Dadurch mag das Design des Smartphones vielleicht etwas schlüssiger wirken, doch spätestens, wenn eine Windows-Mobile-Anwendung mit Mini-Dialogen um Nutzereingaben bittet, ist der Stylus nötig. Zuhause lassen ist also keine Alternative.

Unterhalb des Displays findet sich ein Knopf im Look eines 3D-Würfels – auch den kennen wir schon vom Jet. Auf der linken Seite sitzen Tasten zur Regelung der Lautstärke. Rechts gibt es Auslöser, Tastensperre und Zurück. Auf der Oberseite hat der Hersteller eine 3,5-mm-Klinkenbuchse sowie einen Micro-USB-Port angebracht.

Ausstattung

Traditionell geht Samsung in die Vollen, was die Ausstattung angeht. Das gilt auch für das i8000, das mit Quad-Band-GSM, UMTS sowie HSPA (HSDPA für Downloads mit bis zu 7,2 MBit/s und HSUPA für Uploads mit bis zu 5,76 MBit/s) ausgestattet ist. Ebenfalls an Bord sind WLAN, GPS und Bluetooth.

8 GByte Speicher sind bereits integriert. Reicht das nicht aus, nimmt ein MicroSD-Kartenslot Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 32 GByte auf – das reicht für komplette Musik- und Filmsammlungen. Audiophile freuen sich über die Standard-Klinkenbuchse an der Oberseite, um hochwertige Kopfhörer anschließen zu können.

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