Die erste Nikon-DSLR mit einer vierstelligen Produktbezeichnung war die D5000. Jetzt hat der Hersteller mit der D3000 das zweite Modell mit neuem Namen offiziell vorgestellt. Es bildet das untere Ende von Nikons Produktreihe und ersetzt die D60.

Update: Inzwischen hatten wir die Gelegenheit, die Nikon D3000 ausführlich zu testen. Der vollständige Artikel findet sich hier.

Neben der D3000 hat Nikon auch sein neues Modell D300s sowie die die beiden Objektive AF-S DX 18-200mm F/3,5-5,6 G ED VR II und AF-S 70-200mm F/2,8 ED VR II präsentiert.

Vorteile

Optisch ähnelt die D3000 der D5000. Sie kommt mit einem ähnlich ästethischen, kurvigen und leichten Plastikgehäuse. Im Inneren sitzt ein 10,2 Megapixel auflösender CCD-Sensor. Auf der Rückseite bringt der Hersteller einen 3 Zoll großen LCD-Bildschirm an. Trotz der mittelmäßigen Spezifikationen fühlt sich die D3000 nicht träge an. Sie schießt bis zu 3 Bilder in der Sekunde und die Bedienung funktioniert ohne große Verzögerungen. Nikon hat die Anzahl von Fokuspunkten erhöht. Im Gegensatz zu den drei der D60 verfügt das neue Modell über elf. Das ist eine signifikante Steigerung.

Da sich die Kamera in erster Linie an Einsteiger richtet, bietet sie viele Features für Anfänger, die zum ersten Mal eine DSLR in der Hand haben. Der Hersteller hat die gesamte Menüstruktur deutlich vereinfacht. Unter anderem findet sich auch ein spezieller Einführungs-Modus, der Anwender Schritt für Schritt an die Grundlagen des Fotografierens heranführt. Er erklärt beispielsweise, mit welchen Einstellungen der Hintergrund scharf oder unscharf wird, oder wie Fotos von bewegten Objekten oder Personen am besten gelingen.

Des Weiteren bietet die D3000 eine Reihe von Voreinstellungen, die für mehr Spaß beim Fotografieren sorgen sollen. Es gibt beispielsweise einen Miniaturisierungseffekt, der die Bildneigung verändert.

Nachteile

Da es sich bei der D3000 um ein Einsteigergerät handelt, verzichtet sie weitgehend auf Extras. So fehlen ihr beispielsweise Live View und eine HD-Videofunktion.

Auch bei der Empfindlichkeit trumpft die Nikon nicht gerade auf. Bei ISO 1600 ist Schluss. Für eine DSLR ist das wirklich enttäuschend, wenn man bedenkt, dass sogar viele Kompaktkameras bis ISO 3200 schaffen.

Fazit

Die D3000 vollbringt keine Meisterleistungen. Allerdings bietet sie Anfängern einen guten und günstigen Einstieg. Die DSLR ist für weniger als 450 Euro zu haben und kostet selbst im Kit mit einem 18-bis-55-Millimeter-Objektiv nur knapp 540 Euro. Das ist eine klare Kampfansage an Sony. Der japanische Hersteller hat mit den Modellen Alpha DSLR-A230, DSLR-A330 und DSLR-A380 erst vor kurzem drei Einsteigermodelle auf den Markt gebracht.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Nikon D3000: Nachfolger der D60 kommt Ende August

  • Am 4. August 2009 um 17:50 von Amarok

    ISO 1600 enttäuschend ??
    Kaum jemand fotografiert mit ISO 3200 und höher besonders Anfängern die einfach nur gute Bilder schießen wollen ist davon abzuraten
    ISO 1600 ist für mich das höchste der Gefühle alles darüber ist schon sehr verrauscht und das Argument " sogar viele Kompaktkameras schaffen ISO 3200 " geht auch etwas an der Realität vorbei auch wenn sie es "schaffen" produziert man auf Grund des kleineren Sensors nur noch verrauschtere Bilder als mit einer DSLR.

  • Am 13. August 2009 um 16:15 von Stefan Möllenhoff

    Re: ISO 1600 enttäuschend ??
    Hallo Amarok,

    selbstverständlich schießt man mit Einsteiger-DSLRs bei Empfindlichkeiten jenseits der ISO 400 oder 800 keine rauschfreien Bilder mehr. Aber nicht jedes Foto soll für einen großen Ausdruck herhalten.

    Ist das Motiv an sich wichtiger als die Qualität des resultierenden Bilds, so führt in dunklen Umgebungen kein Weg an einer hohen Empfindlichkeit vorbei – jedenfalls wenn sich das Objekt der Begierde bewegt. Eine Canon EOS 500D liefert mit einer maximalen Empfindlichkeit von ISO 12.800 noch verwacklungsfreie Fotos, wo sich die D3000 bereits geschlagen geben muss. Und für Facebook, Lokalisten, Myspace & Co. reicht die Qualität immer noch.

    Beste Grüße,
    Stefan Möllenhoff, CNET.de

    • Am 13. September 2010 um 22:11 von Johann Vittel

      AW: Re: ISO 1600 enttäuschend ??
      Hallo Herr Möllenhoff, wenn Sie den Preisvergleich anstellen zwischen der Nikon D3000 und der Canon EOS 500D, dann wäre Ihr Kommentar an dieser Stelle ganz überflüssig.

  • Am 1. September 2009 um 09:08 von Amarok

    Re: ISO 1600 enttäuschend ??
    Hi,

    Ok stimmt schon trotzdem finde ich es etwas übertrieben und sollte bei der Bewertung nicht zu stark ins Gewicht fallen zumal die D3000 nicht nur ISO 1600 bietet sondern ISO 3200.(im ISO-menu als Hi getarnt)

    MfG

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