Schon seit Monaten kursieren Gerüchte um ein Update der Prosumer-DSLR von Nikon im Internet. Jetzt hat der Hersteller diese aus der Welt geschafft und die D300s offiziell vorgestellt. Das neue Flaggschiff der DX-Format-SLRs ersetzt das alte Arbeitstier D300. Die D300s wird Ende August für rund 1830 Euro auf den deutschen Markt kommen.

Update: Wir haben die Nikon D300s inzwischen ausführlich getestet. Der vollständige Artikel samt Testfotos findet sich hier.

Neben der D300s hat Nikon auch sein neues Einsteiger-Modell D3000 sowie die die beiden Objektive AF-S DX 18-200mm F/3,5-5,6 G ED VR II und AF-S 70-200mm F/2,8 ED VR II präsentiert.

Vorteile

Im Vergleich zur D300 hat sich rein äußerlich bei der D300s nicht viel verändert. Das Gehäuse ist immer noch erfreulich massiv sowie wetter- und staubgeschützt. Der Griff und die Bedienelemente sind dieselben wie beim alten Modell. Ohne Akku wiegt die Kamera 840 Gramm. Im Inneren der DSLR hat sich nicht viel getan. Nikon verbaut den selben 12,3-Megapixel-CMOS-Sensor wie bei der D300. Das Autofokus-System besitzt nach wie vor 51 Messpunkte.

Die größte Veränderung im Vergleich zum Vorgängermodell ist D-Movie: Die D300s zeichnet HD-Video mit 1280 mal 720 Pixeln auf – allerdings nur mit 24 Bildern pro Sekunde. Dafür gibt es erfreulicherweise einen Anschluss für ein externes Mikrofon – zusätzlich zum integrierten Stereo-Mikrofon. Der Autofokus mittels Kontrastmessung funktioniert auch während der Aufnahme. Ebenfalls beeindruckend ist die Serienbildgeschwindigkeit der D300s. Die Kamera schafft 7 Frames pro Sekunde. Mit dem optional erhältlichen Multifunktionshandgriff MB-D10 sind sogar 8 Bilder pro Sekunde möglich.

Die Live-View-Funktion ist nun deutlich einfacher zu erreichen. Im Vergleich zu vorher ersparen sich Fotografen ein aufwändiges Umstellen und Drücken. Stattdessen gibt es – ähnlich wie bei der D5000 und der D90 – einfach eine spezielle Live-View-Taste am Gehäuse. Ebenfalls erfreulich ist die Integration eines zweiten Kartenslots. So kommt die DSLR nun sowohl mit Compact-Flash- als auch mit SD/SDHC-Medien zurecht. Für unauffälliges Fotografieren ist der Modus »Leise Auslösung« praktisch. Der Spiegel bleibt nach dem Auslösen solange geöffnet, bis der Anwender den Auslöser loslässt. Anschließend klappt er langsam und leise zurück.

Nachteile

Es ist verwunderlich, dass die D300s nur 12 Megapixel auflöst. Andere Kameras dieser Klasse schaffen da deutlich mehr. So nehmen die Konkurrenten Canon EOS 50D und Pentax K7 beispielsweise satte 15 Megapixel auf. Fotografen, die große Ausdrucke ihrer Bilder anfertigen möchten, wird das nicht begeistern.

Fazit

Die D300s soll Ende August in Deutschland erhältlich sein. Es ist nicht zu erwarten, dass Canon demnächst einen Nachfolger seiner EOS 50D herausbringt. Nikons D300s hat also gute Chancen, längere Zeit relativ konkurrenzlos darzustehen – zumindest, was die Ausstattung angeht. In Sachen Auflösung hinkt sie allerdings hinterher.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Nikon D300s: Spiegelreflexkamera mit HD-Video-Funktion

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *