Optisch unterscheidet sich die HDR-XR200 nur wenig von ihrer Vorgängerin SR5. Doch im Inneren hat sich Etliches getan: Sony setzt bei der Kamera den mit 1/5 Zoll zwar kleineren, aber effektiver arbeitenden EXMOR-Sensor ein. Bei den Consumer-Camcordern sorgt diese Technologie derzeit für die besten Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen.

Design

Die XR200 wirkt etwas verspielter und kurviger als ihre ältere Schwester SR5. Der Camcorder ist ausschließlich in Schwarz erhältlich. Als Materialien kommen Kunststoff und Metall zum Einsatz. Sony verbaut die altbekannten, robusten Schiebeabdeckungen über den Anschlüssen und dem Zubehörschuh. Die Handycam wiegt mit Akku rund 470 Gramm und liegt gut in der Hand.

Der Handgriff verläuft nicht wie bei der Vorgängerin am hinteren Teil der Kamera leicht nach oben, sondern gerade. Der Ein/Aus-Schalter befindet sich nicht mehr auf dem Moduswahlrädchen, sondern in der Mulde unter dem Display. Allerdings schaltet sich der Camcorder ohnehin automatisch ein, sobald der Kameramann das Display ausklappt. Beim Schließen fährt die XR200 herunter – falls nicht gerade die Aufnahme läuft. Um aus dem Tiefschlaf zu erwachen, benötigt die Handycam gerade einmal drei Sekunden.


Den Großteil der Einstellungen treffen Kameramänner bei der XR200 auf dem Touchscreen-Display.

Das Display misst 2,7 Zoll und löst 211.000 Pixel auf. Das Gros der Einstellungen lässt sich nur über den berührungsempfindlichen Bildschirm treffen. Dabei gibt es zwei verschiedene Menüs: Home und Menu. Die häufiger benutzten Optionen, etwa Weißabgleich, manueller Fokus, Makromodus, Szenenprogramme und dergleichen, finden sich in einem Dialog, in den eine Schaltfläche links unten auf dem Display führt. Spezielle Punkte wie Bildqualität, Bildstabilisator, Farbraum und so weiter bringt der Hersteller im Home-Menü unter.

Ausstattung

In der Vertiefung des Displays befindet sich eine Reihe von Bedienelementen: Display, Wiedergabe, Infrarot-Nachtaufnahme und direktes Brennen. Der Easy-Modus-Knopf nimmt dem Kameramann den Großteil der Arbeit ab. Zudem sitzt in der Mulde eine Taste, die den GPS-Receiver an- beziehungsweise abschaltet. Ist der Empfänger aktiviert, so versieht die XR200 die aufgezeichneten Videos automatisch mit Ortsinformationen. Allerdings funktioniert das Feature – wie Autonavis – nur im Freien.

Die mit Geotags versehenen Videos lassen sich nach Orten durchsuchen. Zudem zeigt der Camcorder die gedrehten Clips auf Wunsch auch auf einer Landkarte an. Kartenmaterial für USA, Kanada, Westeuropa, Japan, Australien und Neuseeland ist im Lieferumfang enthalten. Bei der Ausstattung können wir es kaum verstehen, dass Sony das Feature in den Untiefen des Menüs versteckt.

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