Der große Megapixelkampf ist vorüber – anstelle von immer mehr Bildpunkten buhlen die Kamerahersteller jetzt mit Alleinstellungsmerkmalen um die Gunst der Käufer. Fujifilm versucht es mit einer 3D-Kamera namens W1, Nikon bringt die S1000pj mit integriertem Beamer, und Sony verbaut seine Exmor-R-Sensoren in den neuen Modellen TX1 und WX1.

Update: Inzwischen haben wir einen ausführlichen Testbericht samt Beispielfotos von der Samsung ST550 veröffentlicht. Der Artikel findet sich hier.

Samsungs ST550 zeichnet sich durch ein zweites Display auf der Vorderseite aus. Aber nicht nur die 1,5 Zoll große Anzeige links neben dem Objektiv ist eine Besonderheit. Der 3,5-Zoll-Touchscreen auf der Rückseite löst nämlich 1440 mal 800 Pixel auf – das sind mehr Pixel als HD-Filme in 720p zu bieten haben. Zum Vergleich: Gewöhnliche Kameradisplays liegen bei 640 mal 360 Pixeln, und selbst Netbookbildschirme erreichen derartige Auflösungen in der Regel nicht.


Rekordverdächtig: Das Display auf der Rückseite der Samsung ST550 löst 1,152 Megapixel auf.

Wofür braucht man jetzt allerdings zwei Displays an einer Kamera? Auf den ersten Blick scheint die zusätzliche Anzeige so viel Sinn zu ergeben wie ein überdimensionaler Spoiler an einem Golf. Ein paar Anwendungen gibt es allerdings tatsächlich. Bei Selbstportraits etwa lässt sich der Bildausschnitt deutlich besser bestimmen. Ein Druck das ebenfalls berührungsempfindliche 1,5-Zoll-Display betätigt den Auslöser.

Daneben steht in einem Kindermodus beispielsweise eine Animation zur Verfügung, die die Aufmerksamkeit des Nachwuchses auf die Kamera lenken soll. Ebenfalls praktisch: Bei aktiviertem Selbstauslöser zeigt das Display die verbleibende Zeit in Sekunden an. Das ist deutlich benutzerfreundlicher als die übliche blinkende LED. Außerdem warnt die ST550 die Fotomodels vor, wenn der Auslöser halb gedrückt ist – ein Smiley auf dem Display soll zum Lächeln animieren.

Beide Bildschirme erlauben eine Gestensteuerung. So lassen sich diverse Funktionen der Kamera aktivieren, etwa Drehen und Löschen von Aufnahmen. Der koreanische Hersteller setzt diese Technologie bereits bei diversen Smartphones, etwa dem Samsung Jet, ein. Wir sind allerdings gespannt darauf, wie sich die beiden Touchscreen-Displays auf die Akkulaufzeit auswirken werden.

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