Subwoofer aufstellen: Diese Tricks sorgen für perfekten Klang

Erst, wenn bei jeder Explosion und jedem dumpfen Schlag die inneren Organe im Takt tanzen, wird aus dem Video- ein Kinoabend. Oft heißt es, dass sich Bass ja nicht orten lässt, dass die Position des Subwoofers im Raum keine Rolle spielt. Doch wer die Basskiste hinter dem Riesenficus von der Schwiegermutter stehen hat, verpasst die Hälfte. Wir zeigen, was es noch alles zu beachten gibt, damit das Wohnzimmer zum Kino wird – ohne klebrigen Boden und Popkorn im Nacken.

Vor dem Loslegen sollte natürlich bereits ein AV-Receiver sowie ein Lautsprechersystem inklusive Subwoofer vorhanden sein. Ungünstigerweise ist im Lieferumfang mit den meisten Bassboxen nur eine kurze Strippe enthalten. Das ist schlecht, da wir verschiedene Positionen im Raum ausprobieren müssen. Ein gutes Kabel, etwa das MonsterCable Bass 300 Subwoofer, belastet das Konto mit 40 Euro für acht Meter Länge. Je nach Anspruch tun es natürlich auch billigere Strippen oder nur tausende Euro teure Wunderkabel à la Inca Red.


Der REL T2 ist ein fantastischer Subwoofer, der gegenwärtig recht günstig im Internet erhältlich ist.

Acht Meter klingen sehr viel? Wie wär’s mit einem Beispiel: Ein Zimmer misst fünf mal drei Meter – auf der einen Seite befindet sich der AV-Receiver samt Projektor, auf der anderen die Leinwand. Soll der Subwoofer jetzt genau vor den Zuschauern stehen und die Strippe versteckt an den Wänden entlang laufen, haben wir mit 1,5 + 5,0 + 1,5 Metern diese Länge schnell erreicht. Ist keine Tür im Weg, die zusätzlich umgangen werden muss, reicht ein Kabel, das Länge plus Breite des Zimmers misst, in jedem Fall aus.

Was brauchen wir sonst noch? Die Lieblingsmusik, einen Stapel Actionfilme und einen Freund oder Verwandten, denn eine zweite Meinung ist bei subjektiven Hörtests immer von Vorteil.

Tipp: Vor dem Loslegen empfielt sich ein Blick in die Handbücher von Subwoofer und AV-Receiver. Die Bedienungsanleitungen bieten teils modellspezifische Informationen, die über unsere allgemeinen Tipps hinausgehen. Widersprechen sich die Empfehlungen, so sind die Hinweise des Herstellers vorzuziehen.

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Schritt eins: die richtige Verbindung zwischen Subwoofer und Receiver

Die Anschlüsse von Subwoofern unterscheiden sich – manche haben nur eine Cinchbuchse, andere wiederrum besitzen einen Stereo-Eingang. Gleiches gilt auch für die AV-Receiver. Praktisch alle aktuellen Geräte verfügen über einen dedizierten Ausgang zum Anschluss einer Bassbox. Dann reicht ein einfaches Kabel, und die Verbindung steht.


Im Idealfall besitzt der AV-Receiver einen dedizierten Subwoofer-Ausgang (links). So gestaltet sich das Anschließen an den Subwoofer (rechts) als sehr einfach.

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4 Kommentare zu Subwoofer aufstellen: Diese Tricks sorgen für perfekten Klang

  • Am 5. Dezember 2010 um 07:38 von Stern

    Aufstellungshilfe Subwoofer
    Ich finde Ihre Aufstellungshilfe zu Subwoofer sehr gut verfasst, Die Hinweise sind richtig, helfen sowohl bei Aufstellung von High End Geräten als auch der "Geiz ist geil Klasse". Aber nur gut aufgestellt gibt ein guter Subwoofer Sinn.
    Danke für Ihre Veröffentlichung.
    mit besten Grüßen aus Wien
    w.Stern

  • Am 8. Dezember 2010 um 21:59 von Tobias Claren

    Automatische Einmessprogramme?
    Braucht es bei den modernen Automatikprogrammen mit Einmessmikrofon (z.B. bei TX-SR576) eigentlich noch irgendeine Handarbeit?
    Dann wäre ja nur noch die Position wichtig.

    Den Aktivsubwoofer auf höchste Einstellung bei Crossover Frequency und Subwoofer Level und dann Audissey 2EQ mit Mikro einmessen lassen.

    Die "Polarität" steht auf Minus. Einen Fehler hat das Einmessprogramm dabei nicht gemeldet. Zumnidest bei den Satelliten meldet er falsche Verkabelung sofort. Geschieht dies auch beim SW? Gibt es da eine Vorgabe? Wenn man am dedizierten SW-AUsgang (eine Cinch-Buchse) anschließt, sollte es ja nur eine richtige Polarität geben.

    Regelt der Receiver dann über das Einmessprogramm die Übergabefrequenz und die Lautstärke an den Aktivsuwoofer (daher beides auf Maximum)?
    Es ist ein ELAC mit maximaler Stromaufnahme von 150W. Angeschlossen über ein Mono-Cinch in den rechten Line-In.
    Ich kann ja nur in einen Kanal einleiten, welcher sollte dann wohl egal sein. Line-out gibt es auch noch zwei, aber der wird ja nicht gebraucht. Alles Cinch.

  • Am 5. Dezember 2013 um 18:36 von Olle

    Die Tipps hier sind wirklich klasse. Einmessprogramme können zwar einiges korrigieren aber wirklich gut fährt man einfach nur mit einer optimierten Aufstellung der Subwoofer. So wird es z.B. durch die Korrektur per Einmesssystem zu Problemen kommen, sobald man die eingemessene Position auch nur um einige cm verlässt. Da fehlen dann ganz schnell gewaltige Bereiche, die das Einmesssystem glatt gebügelt hat.
    Schaut doch mal in Sachen Subwoofer hier vorbei: http://www.xtzsound.de/de/produkte/ubersicht/subwoofer.htm

  • Am 23. Juli 2016 um 12:27 von Ralle

    Meiner Meinung nach kommt es für den perfekten Klang garnicht so arg auf die Ausrichtung auf, sonder viel mehr auf die Einstellung. Man muss die Lautstärke, Die Phasenlage und die Frequenz perfekt miteinander abstimmen, dann sollte der Klang perfekt sein. Einen Artikel der das genauer erläutert findet ihr hier: http://swoofers.de/subwoofer-einstellen/ Nicht desto trotz ein wirklich schöner Artikel der sicherlich auch hilfreich sein kann 😉

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