Notebooks mit kompakten Abmessungen, langer Akkulaufzeit zu bezahlbaren Preisen sind derzeit sehr gefragt. Abstriche bei der Performance nehmen viele in Kauf. So ist es zu erklären, warum im von Intel und anderen IT-Größen ausgerufenen Multi-Core-Zeitalter Single-Core-Maschinen wie das Acer Aspire Timeline 3810T ein Comeback feiern. Auch Lenovo will mit dem für September angekündigten Ideapad U350 in dieser Klasse mitspielen.

Äußerlich macht das U350 eine gute Figur: Der Deckel ist aus geriffeltem Kunststoff. Der Handballenauflage sowie dem Bereich um die Tastatur hat Lenovo eine Optik in gebürstetem Aluminium verpasst. Aber auch hier handelt es sich um Kunststoff. Erfreulicherweise sind fast alle Flächen bis auf den hochglanzlackierten Displayrahmen unempfindlich gegen Fingerabdrücke.

Die Tastatur erinnert ein wenig an die Thinkpads, erreicht aber nicht deren Stabilität: Sie biegt sich beim Tippen in der Mitte leicht durch. Trotzdem geht der Komfort in Ordnung. Am Touchpad haben wir nichts zu beanstanden. Die darunter positionierten Tasten sind aber zu leichtgängig.

Display, Sound und Schnittstellen

Das 13,3-Zoll-Display des U350 (16:9) löst 1366 mal 768 Pixel auf und wird von stromsparenden LEDs hinterleuchtet. Damit kann man im Gegensatz zu einem klassischen Netbook-Display mit 1024 mal 600 Bildpunkten vernünftig arbeiten und surfen. Lenovo integriert eine 1,3-Megapixel-Webcam, die gute Bildqualität liefert.

Wie bei vielen anderen Geräten ist der Screen mit einer Hochglanzbeschichtung versehen, die wie üblich Reflexionen verursacht. Das fällt besonders bei stromsparend heruntergedimmter Hintergrundbeleuchtung ins Gewicht. Ein Sensor, der leider über der Tastatur und nicht oben im Displayrahmen sitzt, regelt die Hintergrundbeleuchtung automatisch abhängig von der Umgebungshelligkeit. Aufgrund der Positionierung geht das Instrument manchmal aber von weniger Helligkeit aus, als in Wirklichkeit vorhanden ist. Trotzdem ist das Feature ganz praktisch und normalerweise nur in teureren Geräten zu finden.

Das IdeaPad bietet drei USB-Schnittstellen, einen VGA- und einen HDMI-Port. Externe Displays mit DVI-Eingang lassen sich mit einem Adapter digital, also verlustfrei, mit Bild versorgen. Der integrierte Kartenleser unterstützt die Formate SD, MMC, Memory Stick und Memory Stick PRO.

Ein Expresscard-Slot ist im U350 ebensowenig vorhanden wie ein optisches Laufwerk. Wer häufig CDs oder DVDs einsetzt, sollte daher ein anderes Notebook kaufen.

Das U350 gibt Sound mit Dolby Sound Room wieder. Dabei handelt es sich um simulierten Surround-Sound. Im Vergleich zu anderen Geräten stellt sich tatsächlich ein leicht räumliches Hörerlebnis ein. Die Unterschiede sind aber nicht sehr groß.

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