Abgefahrene Bluetooth-Headsets: von stylisch über innovativ bis dekadent

Hunderte Euro fürs schicke iPhone auf den Tisch geblättert? Einen 24-monatigen Knebelvertrag für ein HTC Hero eingegangen? Statt einem neuen Auto lieber ein Vertu-Handy gekauft? In jedem Fall darf natürlich ein entsprechend stylisches, multifunktionales oder einfach nur absurd teures Headset nicht fehlen. Kabelverhau ist uncool, darum beschränken wir uns auf Modelle, die drahtlos via Bluetooth kommunizieren.

Die schwedische Firma Ericsson brachte vor gut acht Jahren mit dem HBH-10 das erste Bluetooth-Headset der Welt auf den Markt. Damals kostete schnurloses Telefonieren mit Knopf im Ohr noch 600 Deutsche Mark, heute wechseln günstige Modelle bereits für gerade einmal vier Euro den Besitzer.


Mangels integriertem Bluetooth-Funk in den Handys war beim Ericsson HBH-10 noch ein zusätzlicher Empfänger vonnöten, den Anwender unten in das Handy einsteckten.

Stylische Bluetooth-Headsets: Angeberfaktor inklusive

Den extrem leistungsfähigen Android-Handys sei Dank stellt das iPhone nicht mehr die Krone der Smartphone-Schöpfung dar. Die mobilen Alleskönner mit dem Google-Betriebssystem bieten durch ihre offene Plattform mehr Möglichkeiten für Entwickler, es gibt Multitasking, Speicherkartenleser, und aufgrund einer breiten Produktpalette eine deutlich höhere Vielfalt an Ausstattungsmerkmalen – das Samsung I7500 bietet beispielsweise ein AMOLED-Display und eine hochauflösende Kamera. An die schlichte Eleganz des Apple-Handys reicht die Android-Konkurrenz allerdings bislang nicht heran. Dass zum iPhone in der Tasche keine klobige Plastikknolle am Ohr passt, ist selbstverständlich.

Jawbone Prime

Da bietet sich das Jawbone Prime an. Das Headset ist in einer Vielzahl von Farben erhältlich und schindet – ganz gleich ob in Schwarz, Braun, Platin, Rot, Gelb, Grün oder Violett – mächtig Eindruck. Die Ohren bekommen von dem Modell deutlich weniger mit: Das Prime wiegt gerade einmal zehn Gramm.


Das Jawbone Prime verbindet sich dank Multipoint-Technologie auch mit zwei Smartphones gleichzeitig.

Aber nicht nur in puncto Design, sondern auch bei den Leistungsdaten steht das Headset gut da. Der NoiseAssasin eliminiert laut Jawbone Umgebungslärm extrem effizient. Dazu präsentiert der Hersteller auf seiner Website zwei Demo-Videos, bei der die tatsächliche Gesprächsqualität auf einer Baustelle und während einem Buggy-Rennen zu hören sein soll. Passt ja zur Coolness von iPhone-Nutzern, selbst während heißer Duelle auf der Rennstrecke ein klar verständliches Pläuschchen abzuhalten.

Wer so cool ist, dass er gleich zwei iPhones besitzt, verbindet dank Multipoint beide Geräte gleichzeitig mit dem Headset. Die maximale Gesprächszeit beträgt übrigens 4,5 Stunden, im Standby-Betrieb hält das Headset über acht Tage durch. Ist der Saft leer, so dauert es nur eine knappe Stunde, um wieder für einen vollen Akku zu sorgen. Achja: Für Rennfahrer gibt es eine Ladestation für den Zigarettenanzünder. Sehr nützlich – sofern der Bolide mit Raucherpaket kommt. Im Internet ist das Jawbone Prime bereits für knapp 100 Euro zu haben.

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