Hochauflösende Kamera-Handys: Angriff der 12-Megapixel-Telefone

Während Telefone mit 8 Megapixeln inzwischen schon an der 200-Euro-Grenze kratzen, setzen Samsung und Sony Ericsson 50 Prozent drauf: Das angekündigte Satio sowie das M8910 fotografieren mit der gigantischen Auflösung von 12 Megapixeln. Aber reicht das, um endlich so gut zu sein wie eine Kompaktkamera? Wir haben zwölf aktuelle Modelle verglichen.

Eine 8-Megapixel-Kamera im Handy? Gigantisch – aber schon wieder überholt. Nicht einmal ein Jahr nach der Präsentation der letzten Kamera-Handy-Generation gehören die Modelle schon fast wieder zum alten Eisen. Doch schlechter sind die Geräte im letzten Jahr nicht geworden, dafür aber deutlich günstiger: Mit dem KC780 von LG gibt es die hohe Auflösung bereits für 200 Euro.

Am anderen Ende der Preisspirale finden sich mit dem Samsung Pixon 12 M8910 und dem Satio von Sony Ericsson (früherer Name: Idou) die ersten Modelle mit 12,2 Megapixeln.


Jedenfalls in puncto Auflösung auf Kompaktkamera-Niveau: Das Sony Ericsson Satio bringt eine 12-Megapixel-Kamera mit.

Doch hier zählt ebenso wie bei Kompaktkameras: Megapixel sind nicht alles. Eine hohe Zahl von Bildpunkten ist längst kein Garant für ein ordentliches Foto, denn Ausstattungsmerkmale wie optischer Zoom, Xenon-Blitz oder Weitwinkelobjektiv, die bei echten Digicams schon längst zum guten Ton gehören, sind bei Handys eher Ausnahme denn Regel.

Touchscreen oder nicht?

Die erste Grundsatzfrage, die Käufer von Kamerahandys für sich beantworten müssen, ist: Möchte ich Tasten oder ein berührungsempfindliches Display? Derzeit stehen Touchscreens auf jeden Fall hoch im Kurs. Ein Modell mit fester Zifferntastatur ist gleich gar nicht erst zu bekommen, und die Anzahl der Modelle mit Slider lässt sich an drei Fingern abzählen. Wer Tasten haben möchte, hat die Wahl zwischen Nokia N86, Sony Ericsson C903 und Samsung Innov8.

Gründe für die mechanischen Tasten gibt es viele. Wer mit der Texteingabehilfe T9 zurecht kommt, wird sie kaum missen wollen – denn auf den virtuellen Touchscreen-Tastaturen tippt es sich längst nicht so schnell wie auf den mechanischen Keyboards. Sauberkeitsfetischisten stören sich an den unvermeidlichen Fett- und Fingerspuren, die das Display von Touch-Modellen „zieren“. Da die Geräte allesamt keinen optischen Sucher haben und der Monitor zum Zielen dient, nerven die Dreckspuren gleich doppelt: Vor allem in hellen Umgebungen spiegeln sie so sehr, das kaum noch etwas zu erkennen ist. Ein Mikrofasertuch sollten ambitionierte Handyfotografen also jederzeit griffbereit haben.

Viel cooler ist natürlich der berührungsempfindliche Monitor – vor allem, wenn der Handyhersteller seine Vorteile zu nutzen weiß. So bietet beispielsweise das M8910 von Samsung eine Funktion, die an Tap-to-Focus des neuen iPhones erinnert: Wer ein bestimmtes Objekt im Bild scharf stellen möchte, tippt es einfach an. Die integrierte Bewegunserkennung hälft den Fokus auf dem ausgewählten Bildbereich, auch wenn der Fotograf den Bildausschnitt oder die Entfernung verändert.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Hochauflösende Kamera-Handys: Angriff der 12-Megapixel-Telefone

  • Am 13. Januar 2010 um 13:06 von Brunö

    PIIIIIIIXEEEEEEL
    Mal eine Lektüre für euch: http://www.6mpixel.org/

    Wenn ihr diese Handys in die Finger bekommt, macht doch mal richtige Tests unter laborähnlichen Bedingungen, mit geeigneten Testmotiven etc. Auch mal Details in Originalauflösung zeigen (wg. Rauschen, Rauschkorrekturmatsch).
    Bisher ist mir das trotz eurer Aussage "mehr Pixel bedeuten nicht unbedingt bessere Bildqualität" zu unkritisch, denn allzu häufig gehen mehr Pixel zu Lasten der Qualität – das ist schon bei Kompaktkameras schlimm genug.

  • Am 14. Januar 2010 um 14:55 von Daniel Schraeder

    Re: PIIIIIIIXEEEEEEL
    Hi Brunö,

    danke für den Vorschlag. Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Marktübersicht, nicht um einen Test – zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Story waren einige Geräte noch nicht verfügbar. Wir werden das Thema aber auf jeden Fall nochmals angehen.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

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