Mehr RAM für Apple: MacBook mit Arbeitsspeicher aufrüsten

Apple-Produkte sind bekannt für schickes Design, innovative Funktionen und zuverlässige Hardware. Leider gehören in diese Liste auch astronomische Preise – insbesondere bei Extrawünschen. So kostet beispielsweise ein RAM-Upgrade von 4 auf 8 GByte beim MacBook Pro satte 900 Euro. Wir zeigen, wie sich die Notebooks mit dem Apfel günstiger mit mehr Arbeitsspeicher versorgen lassen.

Wer mit seinem MacBook nur surft, E-Mails schreibt sowie hin und wieder mal ein YouTube-Video ansieht, stellt keine hohen Anforderungen an die Hardware. 3D-Grafikkarte, überdimensionaler Arbeitsspeicher, riesige Festplatte? Alles überflüssig. Soll das Notebook aber auch mal für Videoschnitt, aufwändige Bildbearbeitung oder zum Zocken herhalten, dann bittet Apple ordentlich zur Kasse. 500 statt 160 GByte Festplattenkapazität kosten beim MacBook Pro knapp 200 Euro, 8 statt 2 GByte Hauptspeicher gar knapp 1000 Euro. Wer sich nicht scheut, einen Schraubenzieher in die Hand zu nehmen, kommt deutlich günstiger weg.

Eins vorweg: Wer am hadern ist, ob er seine teure AppleCare-Garantie aufs Spiel setzen möchte, sei beruhigt. Denn solange der Anwender beim Tausch der RAM-Riegel selbst keinen Schaden anrichtet, trägt der Hersteller weiterhin die Reparaturkosten für unplanmäßige Defekte. Wir übernehmen keine Verantwortung für etwaige Schäden.

Voraussetzungen und Zubehör

Als erstes brauchen wir natürlich ein MacBook. Und um den Arbeitsspeicher aufzurüsten, ist logischerweise auch RAM vonnöten. Doch nicht jeder Riegel ist für jedes Modell der richtige. Welches Apple-Notebook nach welcher Hardware verlangt, verrät die für Linux, Windows und Mac OS X erhältliche Freeware Mactracker. Auch geben diverse Online-Shops, etwa DSP Memory, bei ihren Speicherriegeln an, für welche MacBooks sie sich eignen. Wir setzen bei unserem Unibody-MacBook von 2008 auf Arbeitsspeicher von Corsair mit der eingängigen Produktbezeichnung VSA4GSDSKIT1066.


Die Freeware Mactracker verrät, mit welchem Typ von Speicher die jeweiligen MacBooks zurechtkommen und wieviel RAM der Laptop maximal verträgt.

Damit dürfte die RAM-Riegel-Frage geklärt sein – fehlt nur noch das Werkzeug. Wir brauchen einen kleinen Kreuzschlitzschraubenzieher. Ideal wären darüber hinaus noch Gefäße zum Aufbewahren der unterschiedlichen Schrauben sowie ein Armband zur Erdung. Im Internet ist letzteres schon für weniger als drei Euro erhältlich, etwa bei Accu Online. Um das MacBook vor vernichtender statischer Aufladung zu schützen, tut es alternativ auch ein Griff an eine nicht lackierte Stelle der nächsten Heizung.


Ein Erdungsarmband schützt die Hardware vor elektrostatischen Aufladungen.

Den Apfel sezieren, aber richtig

Wir exerzieren das Prozedere mit einem Unibody-MacBook, Baujahr 2008, durch. Um an die Innereien zu gelangen, muss das Notebook mit der Oberseite nach unten auf den Tisch. Als erstes nehmen wir den Akkudeckel ab.


Schritt 1: Akku und Festplatte entfernen

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