Kabel passen nicht mehr in unsere Zeit? Und mausgraue Computer entstammen dem letzten Jahrtausend? Stimmt. Und wer auch dieser Meinung ist, der sollte bei einer anstehenden PC-Neuanschaffung über ein All-in-One-Gerät nachdenken. Dell hat da beispielsweise gerade ein neues Modell im Angebot: das Studio One 19. Es belegt nur wenig Platz auf dem Schreibtisch, ist leicht aufzubauen und verfügt – allerdings gegen Aufpreis – über ein berührungsempfindliches Mulitouch-Display. Unser Testgerät ist entsprechend ausgestattet. Wer ebenfalls einen Touchscreen haben möchte, muss mindestens 899 Euro einplanen. Ansonsten gäbe es den Rechner bereits ab 679 Euro.

Design

Bereits auf den ersten Blick wirkt der One 19 sehr skurril. Es gibt gleich zwei Rahmen um das Display. Der erste ist aus Plexiglas gefertigt. Der zweite ist etwas größer und befindet sich leicht versetzt dahinter. Und er besteht aus Stoff. Ja, genau: Stoff. Und zwar nicht irgendein edler Samt oder Alcantara – er wirkt eher so wie die Sitze günstiger Autos aus den 80er Jahren. Wer es noch nicht bemerkt hat, wir sind kein Fan von dieser Idee. Auch dann nicht, wenn Dell verschiedenste Farben und Muster anbietet, die hier zum Einsatz kommen können.

Interessanterweise sieht die Rückseite des Studio One 19 wirklich gut aus. Auf uns wirkt das so, als hätte Dell die Prioritäten einfach nicht richtig gesetzt. Sie ist abgerundet und elfenbeinfarben – und strahlt damit die Atmosphäre aus, für die ansonsten Apple bekannt ist. Um so störender empfinden wir die dazu überhaupt nicht passende Optik der Vorderseite. Hinten befinden sich vier USB-Ports, ein Netzwerkanschluss sowie eine Line-Out-Klinkenbuchse. Auf der rechten Seite sitzen zwei weitere USB-Ports, Kartenleser, Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer sowie Ein-Ausschalter.

Der Hersteller rundet das komplette Paket mit einer kabellosen Tastatur und einer Funkmaus ab. Letztere könnte fast der runden, eintastigen Apple-Ratte der knallbunten 90er-Jahre-iMacs Konkurrenz machen: Die Oberseite wird von viel zu schwachen Magneten an der Unterseite des Nagers gehalten. Damit fällt sie permanent auseinander. Wer in Rage über nervige Windows-Fehlermeldungen mal etwas fester auf den Tisch haut, sieht die Maus in ihren Einzelteilen: Ober- und Unterschale liegen dann verteilt herum, die herausspringenden Batterien rollen sofort in Richtung Boden. Immerhin ist sie ebenso schnell auch wieder zusammengebaut. Zumindest, solange der Nutzer noch keinen Muskelkater vom Herumrobben auf dem Teppich hat, um die Batterien wieder aufzusammeln.

Glücklicherweise ist die Tastatur deutlich besser. Es gibt Schnellwahltasten, die häufig genutzte Programme wie Webbrowser, Taschenrechner oder den Arbeitsplatz starten. Weitere dedizierte Knöpfe steuern die Grundfunktionen des Windows Media Players: Vor, Zurück, Play, Pause und die Lautstärke.

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