Wer auf der Suche nach einem günstigen Touchscreen-Handy ist, kommt am Cookie von LG einfach nicht vorbei – Online-Preisvergleiche listen das Gerät bereits für um die 120 Euro. Im Vergleich dazu ist das S5600 von Samsung zwar ein gutes Stück teurer, kommt dafür aber mit einem gestochen scharfen OLED-Display. Die Anzeige misst 2,8 Zoll in der Diagonalen. Im Vergleich zum iPhone (3,5 Zoll) oder gar dem großen Bruder des S5600, dem i8910 HD von Samsung (3,7 Zoll) wirkt das ein gutes Stück kleiner, doch für ein Mittelklassehandy ist das Display vergleichsweise groß.

In den ersten Präsentationen hieß das Telefon übrigens noch Preston. Unter diesem Namen ist es auch in Asien zu haben. Unsere Kollegen von CNET Asia haben versucht, herauszufinden, wofür dieser Name steht – und aufgegeben. Vielleicht ist das ein Grund, warum das Gerät bei uns schlicht S5600 heißt.

Warum so günstig?

Käufer eines so günstigen Touchscreen-Handys dürfen keine Ausstattungsmerkmale erwarten, die sie bei den aktuellen High-End-Handys bekommen. Schließlich kosten die meisten Mobiltelefone mit berührungsempfindlichem Display das Doppelte, im Falle von iPhone, i8910 & Co. auch noch ein gutes Stück mehr. Das S5600 ist ein Einsteigerhandy mit einem Highlight – und dabei handelt es sich eben um die Anzeige. Wer sich bislang noch mit einem alten Prügel mit Zifferntastatur herumschlägt, hat hier die Chance, für einen vergleichsweise günstigen Preis in die Welt der (fast) tastenlosen Begleiter zu schnuppern. Wer hingegen sicher ist, dass er die nächsten zwei Jahre mit einem Touchscreen-Modell verbringen möchte, bekommt bei etwas teureren Alternativen mehr Ausstattung für sein Geld.

Das fängt etwa bei der integrierten Kamera an. Das S5600 ist mit einer 3,2-Megapixel-Kamera ausgestattet. Die Auflösung reicht für den einen oder anderen Schnappschuss problemlos aus, und dank einer Foto-LED gelingen Aufnahmen sogar in schummrigen Bars. Wer die Bilder nur auf dem Handy betrachten möchte oder sie in seinen Facebook- oder Lokalisten-Account hochlädt, braucht gar nicht mehr. Hier fällt ein Unterschied zu Modellen mit 5, 8 oder gar 12 Megapixeln kaum auf. Doch wer die Fotos auch mal zu Papier bringen möchte, sollte sich nach Alternativen umsehen. Dafür reicht die Auflösung schlicht nicht aus.

Beim Surfen im Web überzeugt das S5600 mehr, als wir ihm zugetraut hätten. Der Browser erledigt seinen Job gut und zeigt Seiten so, wie sie aussehen sollten. Dank UMTS-Turbo HSDPA klappt auch die Übertragung angenehm schnell, Wartezeiten sind auf ein Minimum reduziert. In diesem Punkt steht das günstige Handy deutlich teureren Alternativen kaum nach. Lediglich mobile Dauersurfer dürften das 2,8 Zoll große Display zu klein finden. Für eine kurze Fahrplanauskunft reicht die Anzeige aber aus.

Die weitere Software-Ausstattung ist eher rudimentär. Eine Ausnahme sind ein paar hervorragende Touchscreen-Games. Einen App Store gibt es nicht, aber das S5600 unterstützt das Nachinstallieren von Java-Programmen – nur finden muss sie der Anwender eben selbst. Der Media Player ist nicht ganz so gut bestückt wie der auf den hochwertigeren Samsung-Touchscreen-Handys. So gibt er keine DivX- oder Xvid-Videos wieder. Immerhin kommt er mit Bewegtbildern in den Formaten MP4, H.264 und WMV zurecht. Außerdem spielt er MP3-, AAC- und WMV-Dateien ab.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Touchscreen-Handy für unter 200 Euro: Samsung S5600

  • Am 22. Februar 2010 um 16:14 von Stefan

    Samsung s5600
    …soweit, so gut,…jedoch besitzt das s5600 eine 3.2 MP Kamera! Trotzdem, ein klasse Bericht!

  • Am 25. Februar 2010 um 11:04 von Daniel Schraeder

    Re: Samsung s5600
    Hallo Stefan,

    Sie haben völlig recht. Vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Beitrag entsprechend korrigiert.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

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