Geld sparen beim TV-Kauf: wann HD-ready reicht und wer Full-HD braucht

Wer sich bei Mediamarkt & Co. nach einem neuen Fernseher umsieht, findet eine riesige Auswahl an Flachbild-TVs. Fast alle tragen das Gütesiegel HD-ready. Allerdings gibt es gravierende Preisunterschiede. So kostet ein 40-Zoll-Modell beispielsweise nur rund 600 Euro, während sich auf dem Preisschild eines anderen Gerätes des gleichen Herstellers fast der doppelte Betrag findet. Wir erklären die Differenz und erläutern, wer sich das Geld sparen kann.

Die Hersteller von Fernsehern und die Verkäufer diverser Geizmärkte wollen ihren Kunden weißmachen, dass sie mit einem Fernseher mit HD-ready-Zertifizierung automatisch mit besserer Qualität fernsehen. Das ist aber falsch. Denn selbst der beste HD-Fernseher nützt nichts, wenn das Bildmaterial nicht in HD-Auflösung vorliegt. Zudem gibt es entscheidende Unterscheide zwischen den HD-ready-Fernsehern. So zeigt längst nicht jedes HD-ready-Modell Blu-rays in voller Qualität an. Nur die teuren so genannten Full-HD– oder HD-ready-1080p-Geräte sind dazu in der Lage. Wer einen günstigen 720p-TV kauft, muss mit Nachteilen leben. Allerdings machen sich diese in der Praxis nur wenig bemerkbar.

Vorteile von 1080p

Die Full-HD-Auflösung 1080p mit 1920 mal 1080 Pixeln ist derzeit der heilige HDTV-Grahl. Der Grund: 1080p-Fernseher sind in der Lage, jeden Pixel der höchsten HD-Auflösung von Fernsehübertragungen oder Blu-ray-Filmen verlustfrei anzuzeigen. Sie bieten mehr als die doppelte Auflösung als günstigere Modelle mit 1366 mal 768 Bildpunkten (WXGA), 1280 mal 720 Pixeln (720p) oder 1024 mal 768 Punkten (XGA). All diese Auflösungen werden heute fälschlicherweise als 720p-Fernseher bezeichnet. Das liegt vermutlich daran, dass Namen wie 768p wenig einprägsam sind.


Das HD-ready-Logo (links) garantiert noch keine volle HD-Auflösung. Erst das HD-ready-1080p-Zertifikat (rechts) sorgt für maximale Qualität.

Mehrkosten von 1080p

Vor etwa zwei Jahren mussten Käufer für einen 1080p-Fernseher mehr als das doppelte als für ein Modell mit gleich großem Display und 720p auf den Tisch legen. Diese Preisdifferenz ist zwar kleiner geworden, dennoch gibt es einen deutlichen Unterschied. Während beispielsweise Sharps HD-ready-TV LC-32DH57E-BK 600 Euro kostet, sind für den gleich großen Full-HD-Fernseher LC-32DH77E 1000 Euro fällig. Bei größeren Bildschirmen macht sich der Auflösungsunterschied noch wesentlich stärker bemerkbar. So kostet Samsungs 40-Zöller LE-40A330J mit 720p rund 520 Euro, während das Modell LE-40A656A rund 1100 Euro teuer ist. Durchschittlich gehen Full-HD-Geräte mit LC-Display für 300 bis 500 Euro Aufpreis über die Ladentheke.


Samsungs 40 Zoll großer Fernseher LE-40A656A mit Full-HD-Auflösung kostet etwa das doppelte wie das HD-ready-Modell LE-40A330J.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Geld sparen beim TV-Kauf: wann HD-ready reicht und wer Full-HD braucht

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *