Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo hat auf der diesjährigen Nokia World in Stuttgart die neue Hardware-Strategie des Konzerns ausgerufen. In Zukunft will Nokia Mobiltelefone, Smartphones und Geräte für mobiles Computing herstellen. Den Begriff PC vermeidet der Finne dabei konsequent. In diesem Bereich hat Nokia schließlich keine Expertise vorzuweisen. Und so setzt man beim Booklet 3G, dem ersten Netbook aus dem Hause Nokia, auf Microsoft und Windows 7. Nokia hat sogar das ehrgeizige Ziel, als einer der ersten ein Netbok mit dem neuen Windows-Betriebssystem auf den Markt zu bringen. Für knapp 700 Euro soll das Booklet 3G Ende Oktober oder Anfang November in Deutschland auf den Markt kommen.

Stärken

Das Nokia Booklet 3G ist ein Hingucker. Das Gehäuse aus gebürstetem Aluminium sieht nach Understatement aus. Die wahlweise schwarze, weiße oder türkisfarbene Lackoberfläche des Deckels glänzt elegant. So wird das Netbook auch für viele Frauen interessant.

Mit 26 mal 19 mal 2 Zentimetern Größe passt es zudem in jedes Reisegepäck – oder sogar in die Handtasche. Die Gefahr von Kofferübergewicht und damit verbundenen teuren Zusatzkosten beim Check-In in den Urlaubsflieger besteht bei 1,3 Kilo nicht. Trotz Minigewicht soll das Netbook laut Nokia jedoch 12 Stunden Akkulaufzeit schaffen. Statt der üblichen 4- oder 8-Zell-Akkus hat Nokia nämlich ganze 16 Zellen verbaut. Sobald der Nutzer das integrierte UMTS, GPS, WLAN nach 802.11 b/g/n oder Bluetooth aktiviert, macht das Netbook schon früher schlapp. Da Nokia auf Intels stromsparende Atom-Prozessoren setzt, kommt das Gerät ohne Lüfter aus. Selbst nach mehreren Stunden im Dauerbetrieb ist es nicht mal handwarm. Inwieweit der 1,6-GHz-Prozessor und der Intel-Poulsbo-US15W-Chipsatz für flottes Arbeiten geeignet sind, muss der Test im Labor noch zeigen. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf 1 GByte DDR2-RAM. Die Festplatte bietet 120 GByte Kapazität.

Ein paar gute Ideen hat Nokia aus seine Erfahrungen im Handybereich mitgebracht: Integriertes UMTS ist bereits in einigen Netbooks zu finden. Doch während bei den meisten Notebooks ein Einstecken der SIM-Karte nicht bei laufendem Betrieb möglich ist, stellt das für das Nokia Booklet 3G kein Problem dar. Der Steckplatz für die SIM liegt zudem gut zugänglich an der rechten Gehäuseseite, direkt neben dem Slot für eine microSD-Karte.

Auf dem Desktop hat Nokia ein Widget namens Social Hub vorinstalliert. Durch Anklicken des Widgets oder durch einen Druck auf eine Taste mit der Aufschrift Nokia poppen Facebook und Flickr auf. Der Anwender kann also mit einem Klick gleich nachsehen was sich in seinem Netzwerk so vor sich geht. Eigene soziale Netze darf er aber nicht integrieren. So müssen StudiVZ und Lokalisten derzeit draußen bleiben. Ferner hat der Nutzer die Möglichkeit, über den Social Hub eine SMS zu verschicken.

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