Ende letzten Jahres hat Youtube die maximale Auflösung für die Videos auf 720p hochgeschraubt. Die Zeiten extrem verpixelter Handyclips sollten also ein Ende haben – oder? Nicht ganz, denn abgesehen vom Samsung i8910 gibt es derzeit kein Smartphone, das mit 1280 mal 720 Pixeln oder gar mehr aufzeichnet. Und wer hat schon seinen Camcorder zur Hand, wenn der Freund eine spontane Wette verloren hat und jetzt in Schlagsahne baden muss. Also hält doch wieder das Mobiltelefon und dessen mittelmäßige Kamera her.

Oder ein Modell aus der Sparte der Mini-Camcorder. In den USA erfreuen sich die kompakten Videokameras bereits großer Beliebtheit. Die beiden Obama-Töchter etwa hielten die Inauguration ihres Vaters mit dem Flip Video MinoHD fest, und auch Paris Hilton hüpft mit einer kompakten Videokamera von Party zu Party. Zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft schlagen die Geräte jetzt auch hierzulande ein.

Design

Sonys MHS-PM1 ist mit seinen Maßen von 10,3 mal 5,5 mal 2,4 Zentimetern zwar nicht gar so schlank wie der Flip MinoHD oder die Creative-Modelle, schlägt in puncto Sperrigkeit herkömmliche HD-Camcorder aber dennoch um Längen. Zudem ist die Mini-Cam mit 120 Gramm nicht viel schwerer als ein aktuelles Smartphone. Die Videokamera ist in den Farben Violett, Orange und Silber erhältlich.

Der japanische Hersteller hat beim MHS-PM1 viel Wert auf einfache Bedienung gelegt. Die Tasten des Camcorders sind klar beschriftet und lassen sich aufgrund unterschiedlicher Größen und Formen auch blind leicht ertasten. Im Vergleich zur Konkurrenz von Flip Video ist der Sony allerdings eher kompliziert. Dafür sind etliche Zusatzfeatures verantwortlich, auf die die Konkurrenz verzichtet – beispielsweise Selbstauslöser, Histogramm sowie vier Szenenprogramme.


Verglichen mit einem ausgewachsenen HD-Camcorder sind die Knöpfe des PM1 sehr übersichtlich. Allerdings ist die Steuerung komplexer als bei den Mini-Camcordern von Flip Video.

Verwirrung stiften die beiden Menütasten an der Seite und der Knopf vorne, der auf den ersten Blick wie ein Zurück-Button wirkt. Ein Blick ins Handbuch verrät allerdings, dass das Bedienelement unter dem Display für Sonys Sharemark-Image-Tagging-Funktion dient, die nur der mitgelieferte Picture Motion Browser unterstützt. Nach etwas Herumprobieren stellt die Bedienung kein Problem mehr dar. Allerdings hätte der Hersteller dem Anwender hier das Leben auch leichter machen können.

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