Wir halten ihn in der Hand – den nagelneuen iPod Nano der 5. Generation. Allerdings fühlt er sich mehr wie ein Déjà-vu an als wie eine Revolution. Die neue Version ist in zwei Ausführungen erhältlich: 8 und 16 GByte integrierter Flash-Speicher stehen zur Verfügung. Einen Speicherkartenslot gibt es wie üblich nicht und die Abmessungen des Gehäuses entsprechen auf den Millimeter genau jenen des Vorgängers. Der „große“ Nano schlägt mit 169 Euro zu Buche, der kleine mit 139. Dafür glänzt die Oberfläche jetzt stärker und die Displaydiagonale ist um 0,2 Zoll von 2,0 auf 2,2 gewachsen. Aber unterm Strich sind wir etwas enttäuscht. Ein auf den ersten Blick ersichtlicher Unterschied zur 4. Generation wäre durchaus wünschenswert gewesen.

Aber man soll sich ja nicht vom Äußeren täuschen lassen. Unter der Haube haben die Apple-Entwickler ordentlich gewerkelt, um den Nano schlicht noch besser zu machen. Zwar sind nicht alle der neuen Funktionen perfekt, aber immerhin ist der 5G kein Schritt zurück – wie es etwa der merkwürdig gestaltete Nano der dritten Generation oder der tastenlose iPod Shuffle ist. Auf Deutsch: Alle Funktionen des Vorgängers sind erhalten geblieben, funktionieren noch genauso und befinden sich an der gleichen Stelle im Menü. Musik, Fotos, Videos, Podcasts, Akkulaufzeit, Audioqualität? Alles gleich. Naja, fast – der neue Nano spielt mit einer Akkuladung 5 Stunden Videos, der Vorgänger schaffte nur 4.

Was ist neu?

Ganz klar: Das Highlight des neuen Nanos ist die integrierte Videokamera. Sie befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses. Ihre Fixfokuslinse ist flach eingelassen und nimmt Bewegtbilder mit einer Auflösung von 640 mal 480 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Die Videos werden im iTunes-kompatiblen MP4-Format gespeichert. Die Videospur ist mit h.264 kodiert, die Audiospur mit AAC. Die Qualität der Aufnahmen ist … naja, ordentlich. Wir werden das noch ausführlich testen.

Ein Teil des Problems ist mehr die Platzierung der Linse als die Technik dahinter. Sie befindet sich direkt hinter dem Clickwheel. Jedes Mal, wenn man den Nano in die Hand nimmt, berührt man die Optik – und hinterlässt sofort einen Schmierfilm. Bereits nach wenigen Minuten mit dem neuen iPod wirken die Aufnahmen schon fast vernebelt. Vielleicht sind wir da auch etwas empfindlich, aber uns hätte es deutlich besser gefallen, wenn die Kamera im iPhone-Stil oben in der Ecke angebracht worden wäre.

Die gleiche Beschwerde gilt für das integrierte Mikrofon, das seinen Platz rechts neben der Linse bekommen hat. Wer die Kamera mit dem Finger abdeckt, merkt das immerhin sofort: Man sieht nichts mehr und hält den iPod anders. Für Sprachaufnahmen gilt das nicht – hier fällt erst zu spät auf, wenn die Aufnahme nicht geglückt ist. Unabhängig davon finden wir es gut, dass der kleine iPod nun ein internes Mikro hat. Das ist deutlich praktischer als der bisherige Apple-Ansatz mit dem externen Mikro am Headset.

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