Das Maskottchen des Android-Betriebssystems, der kleine, grüne Roboter, ist bei uns in der Redaktion ein Sympathieträger – genauso wie die Software, für die er steht. Um so mehr freuen wir uns, dass das Google-Betriebssystem nun auch in günstigere Smartphones einzieht. T-Mobile prescht vor – mit dem Pulse. Das Handy ist zwar kein Revoluzzer – es sieht nicht besonders gut aus und hat keine besonderen Ausstattungsmerkmale. Aber das Pulse ist mit allem ausgestattet, was man von einem Android-Smartphone erwartet. Inklusive Zugang zum Software-Portal Android Marketplace, versteht sich. Und es kostet nicht viel. Einen Verkaufspreis nennt T-Mobile zwar noch nicht, aber das Handy soll ab Oktober mit günstigen Tarifen wohl schon für um die 5 Euro zu haben sein.

Android für die Masse

Zur Optik des Pulse gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Wir sind froh, dass man das Smartphone nicht auf den ersten Blick als „billig“ ausmacht – so, wie es bei dem einen oder anderen Auto der Fall sein mag. Wer es anfasst, fühlt aber, dass das Material nicht einem Rolls Royce entstammen kann. Schwarzes Plastik eben. Nicht viel hochwertiger fühlt sich der Trackball an, ziemlich wackelig, fast schon locker, um genau zu sein. Aber er hält. Unabhängig davon muss man sich aber bei weitem nicht für sein Pulse schämen – das 3,5 Zoll große Touchscreen-Display macht einiges wieder wett.

Apropos: Wer auf das berührungsempfindliche Display angewiesen ist und wenn darüber hinaus nur wenige, mechanische Tasten zur Verfügung stehen, der freut sich über schnelle Reaktionen. Die Anzeige an sich hinterlässt hier einen positiven Eindruck. Allerdings scheint der Prozessor im Inneren manchmal nicht so ganz hinterherzukommen. Beispielsweise klappt das hin- und herspringen zwischen den drei Homescreens hervorragend, flüssig und ohne Zeitverzögerung. Aber beim Tippen auf der virtuellen Tastatur braucht man Geduld – ansonsten ignoriert das Pulse schon mal einen Buchstaben. Dann hilft auch die Eingabehilfe nichts mehr: Sie ersetzt zwar versehentlich falsch gesetzte Zeichen, fügt aber keine vergessenen (oder verlorengegangenen) hinzu. Außerdem dauert es viel zu lang, bis das Smartphone im Schlafmodus angekommen ist oder wieder aufwacht.

Normalerweise ist die Texteingabe auf der virtuellen Tastatur ein absolutes K.O.-Kriterium bei Touchscreen-Handys. Doch das Pulse hat hier so viel zu bieten, dass wir ihm die trägen Reaktionen durchaus verzeihen. So gibt es beispielsweise gleich drei digitale Tastenfelder, sowohl im Hoch- als auch im Querformat: ein vollständiges QWERTZ-Feld, ein Handy-Tastenfeld und eine doppelt belegte QWERTZ-Tastatur, wie wir sie beispielsweise vom Blackberry Pearl kennen. Sie werden allesamt von einer Eingabehilfe unterstützt.

Einfache Verbesserungen an der Software

T-Mobile – oder, um genau zu sein, der Pulse-Hersteller Huawei – haben die bekannte Standard-Version von Android an diversen Stellen etwas aufgepimpt. So gibt es ein paar zusätzliche Widgets für den Homescreen, die beispielsweise Videos oder Bilder anzeigen oder eine Kontakte-Ansicht im coolen Cover-Flow-Stil. So weit, so gut. Aber an der Sense-Oberfläche, die beispielsweise auf dem HTC Hero läuft, kann sich die Pulse-Software nicht messen. Zu wenig integriert wirken soziale Netzwerke, Messenger, Twitter & Co. Doch wir beschweren uns ja gar nicht, denn immerhin: Samsungs Galaxy oder die ersten beiden HTC-Android-Smartphones G1 und Magic haben noch gar keine Extras zu bieten.

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