Amiga, Atari, Gameboy, SNES und Sega Genesis in einer portablen Konsole

Foto: thinkgeek.comWenn ich meine Playstation 3 anwerfe und anfange zu Spielen, bin ich immer wieder von der fantastischen Grafik beeindruckt. Doch leider hält diese Fazination nicht lange an. So kommt es vor, dass ich oft schon nach etwa einer halben Stunde keine Lust mehr habe. Das war vor einigen Jahren noch andersherum: Wenn ich in den Neunzigern meinen Gameboy in die Hand genommen habe, hat mich die Grafik zwar alles andere als vom Hocker gehauen, dafür war der Spielspaß umso größer. Witzige Levels, knifflige Aufgaben und simple Jump-and-Run-Action haben dafür gesorgt, dass es nie langweilig wurde. So habe ich die portable Konsole meist erst dann weggelegt, wenn der Akku restlos leer war.

Leider sind Gameboys und Konsolen wie die NES oder der Atari ST in der Versenkung verschwunden und kaum noch zu finden. Allerdings gibt es dennoch Möglichkeiten, die alten Games auch weiterhin zu zocken. Eine davon sind PCs mit Emulatoren. Die haben allerdings den Nachteil, dass sie sich nicht so einfach mitnehmen lassen. Wer sich die Zeit während eines Interkontinentalflugs mit alten Games vertreiben will, kann höchstens sein Notebook mitnehmen. Eine bessere Alternative bietet ThinkGeek mit dem GP2X Wiz. Dabei handelt es sich um eine portable Spielkonsole im Stil von PSP oder DSi. In der Mitte des rechteckigen Geräts sitzt ein 2,8 Zoll großes OLED-Display. Rechts und links davon finden sich jeweils ein Steuerkreuz sowie eine Taste. Doch im Gegensatz zu den Sony- und Nintendo-Geräten müssen Käufer kein Geld für Spiele ausgeben. Sie laden einfach alte Games aus dem Netz und kopieren sie auf eine SD-Karte. Letztere kommt dann in den GP2X Wiz. Auf der Konsole läuft ein Linux-Betriebssytem. Dort installieren Käufer im Internet verfügbare Emulatoren Emulatoren für Amiga, Atari ST, Commodore VIC20/64/128, Gameboy, Gameboy Advance, NES, SNES, Sega Genesis, NeoGeo und viele weitere Klassiker. Für die Ausgabe der MIDI-Sounds der Spiele sorgen eingebaute Lautsprecher. Damit die Sitznachbarn im Flugzeug von dem Gebimmel und Gepiepse nicht die Krise kriegen, verfügt das 12,1 mal 6,1 mal 1,8 Zentimeter große Gerät auch über einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für Standardkopfhörer.

Der Akku des GP2X Wiz fasst 2000 mAh und hält im Betrieb laut Hersteller satte sieben Stunden durch. Das Aufladen funktioniert mittels USB-Port. Über ihn gelangen auch Spiele auf den integrierten 1-GByte-Speicher der Konsole. Aber nicht nur das: Mit Videos und Musik kommt das Gerät ebenfalls zurecht. Es spielt unter anderem die Formate DivX, Xvid und OGG ab. Falls der integrierte ARM9-Prozessor mit 533 MHz mit dem einen oder anderen Filmchen überfordert sein sollte, lässt er sich sogar auf 800 MHz übertakten.

Zwar ist der GP2X Wiz mit einem Preis von rund 180 Dollar oder 150 Euro (deutscher Shop von GP2X) nicht gerade ein Schnäppchen, die satte Ausstattung rechtfertigt ihn aber. Außerdem müssen Käufer kein Geld für Spiele ausgeben. Sie laden einfach Mariokart für das SNES herunter und daddeln los. (Foto: thinkgeek.com)

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Amiga, Atari, Gameboy, SNES und Sega Genesis in einer portablen Konsole

  • Am 1. Oktober 2009 um 19:13 von Mischka

    Richtigstellung
    Das Gerät heißt GP2X-Wiz. MAME ist ein Emulator (eine Software die auf dem „Wiz“ läuft) für alte Spielautomaten. Die Emulatoren sind nicht vorinstalliert, sondern können kostenlos aus dem Netz geladen und installiert werden. Daneben gibt es eine Menge Homebrew-Games (Spiele von Hobby-Entwicklern) im Wiz-Archiv (archive.gp2xwiz.de). Die Konsole kann nicht nur bei ThinkGeek bestellt werden, sondern auch in Deutschland bei http://www.gp2xwiz.de (offizieller deutscher Vertrieb). Wer vor dem Kauf Fragen hat, sollte mal im Forum (forum.gp2x.de) vorbei schauen. Dort versammelt sich die deutschsprachige Community um den sympatischen Linux-Handheld.

    • Am 2. Oktober 2009 um 10:40 von Pascal Poschenrieder

      AW: Richtigstellung
      Hallo Mischka,

      vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Artikel dementsprechend korrigiert.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

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