Der HTC Touch 2 gehört zu den ersten Smartphones mit Windows Mobile 6.5 – und ist der erste Vertreter seiner Art, den wir auf unserem Schreibtisch haben. Auch unsere britischen Kollegen haben ihr Testgerät bereits erhalten. Sie fassen ihre Erfahrungen wie folgt zusammen: „Dann schlug er gegen die Wand, gegen den Boden und gegen alles andere, gegen das wir ihn werfen konnten. Denn Windows Mobile frustriert immer noch“. Ganz so schlimm waren unsere Erfahrungen mit dem neuen Windows nicht. Aber sie sagen auch: „Aber HTC hat einen guten Job gemacht, sie haben ihm die bewährte TouchFLO-Oberfläche aufgesetzt, ihn vollgepackt mit Funktionen“. Das unterschreiben wir.

Der Touch 2 ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 339 Euro gelistet. Damit gehört er zu den günstigsten Windows-Mobile-Smartphones überhaupt.

Resistiv ist out

Das Smartphone ist ein kompakter, kleiner Begleiter. Er kombiniert alles, was ein Smartphone ausmacht, in seinem 5,5 mal 10,4 Zentimeter großem Gehäuse. Mit einer Bauhöhe von 13 Millimetern ist er absolut hosentaschentauglich. Nicht schlecht, wenn man mal betrachtet, was der Hersteller alles im Inneren verbaut hat. Im Vergleich zu iPhone, Hero & Co. müssen Käufer allerdings Abstriche beim Display in Kauf nehmen: Es misst lediglich 2,8 Zoll (iPhone: 3,5 Zoll, Hero: 3,2 Zoll). Damit wirkt der Bildschirm gelegentlich etwas überfüllt – es ist schlicht nicht so viel Platz auf der Anzeige wie bei den höherwertigen Konkurrenten. In diesem Zusammenhang nicht gerade förderlich ist darüber hinaus die eingesetzte, resistive Touchscreen-Technik. Sie reagiert auf Druck und nicht auf Berührung. Das ist schlicht out. Zwar gibt es auch in diesem Bereich merkliche Verbesserungen: Beim Samsung Jet beispielsweise ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, dass nicht die moderne, kapazitive Technik zum Einsatz kommt. Das gilt aber nicht für den Touch 2. Die druckempfindliche Kunststofffolie zieht sich großflächig über die Anzeige. Sie wirkt billig und dürfte schnell verkratzen. Schade.


Leider setzt HTC beim berührungsempfindlichen Display des Touch 2 nicht auf die kapazitive, sondern auf die resistive Technologie.

Unbrauchbar ist das berührungsempfindliche Display aber nicht. Speziell mit dem Fingernagel oder dem im Gehäuse versenkten Stylus lässt sich das Smartphone recht gut steuern – aber so viel Spaß wie mit den flotten Android- oder iPhone-Oberflächen macht das nicht. Dazu kommt noch, dass der Touch 2 nicht sonderlich schnell ist. Zwar verbaut HTC einen Prozessor mit 528 MHz, die damit ebenso schnell ist wie die CPU im Android-Smartphone HTC Hero, doch scheinbar ist Windows Mobile auch in der 6.5-Version ein Ressourcenfresser.

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