Canon hat derzeit drei aktuelle Modelle im Produktportfolio, die Videos mit 1920 mal 1080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen: den 760 Euro teuren Legria HF S100, den HF S10 für 880 Euro und den HF S11, der für gut 1000 Euro den Besitzer wechselt. Das an dieser Stelle getestete Topmodell bietet 64 GByte Flash-Speicher, eine Videoschnappschussfunktion sowie einen verbesserten Bildstabilisator.

Design

Trotz seines stattlichen Gewichts von knapp einem halben Kilogramm fühlt sich der Camcorder recht leicht an. Mit den Abmessungen von 13,6 mal 7,0 mal 6,9 Zentimetern passt er zudem noch bequem in jede größere Jackentasche. Das Gehäuse sieht hübsch aus, ist aber dennoch sehr funktional gehalten und überzeugt durch ein praktisches Layout. Der Legria HF S11 liegt ausgezeichnet in der Hand und lässt sich bequem bedienen.

Blickt man von vorne auf den Camcorder, fällt als Allererstes die etwas seltsame Linsenabdeckung auf. Sie erinnert eher an ein geschlossenes Auge als an den typischen Lamellenverschluss. An sich ist das ja nicht verkehrt, aber leider klappert das obere „Augenlid“ im geschlossenen Zustand gegen das untere. Allerdings beeinträchtigt das die Qualität der aufgenommenen Videos in keinster Weise – in geöffnetem Zustand scheppert hier nichts.


Der größte Teil der Bedienelemente sitzt auf dem Rahmen des Displays. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Sony und Panasonic ist die Anzeige nicht berührungsempfindlich.

Das Videolicht platziert Canon nicht, wie üblich, neben der Linse, sondern integriert es in den Aufklapp-Blitz. Rechts und links des Objektivs befinden sich die beiden Stereomikrofone. Dort sind sie zwar möglicherweise etwas anfälliger gegenüber Windgeräuschen, erlauben aber eine bessere Trennung der beiden Tonkanäle. Wer noch mehr Ansprüche an den Klang stellt, schließt einfach über den Zubehörschuh auf der Oberseite des HF S11 ein externes Mikrofon an. Alternativ dazu befindet sich auf der Seite des Camcorders eine 3,5-Millimeter-Mikrofonbuchse. Die weiteren Anschlüsse – USB, Component-Video und Mini-HDMI – befinden sich unter einer Klappe unterhalb des Handgriffs. Beim Verkabeln steht die Trageschlaufe etwas im Weg.

Schräg unterhalb der Linse gibt es ein Einstellrädchen, das genauso aussieht, funktioniert und sich ebenso anfühlt wie das Pendant von Sonys Prosumer-Camcordern. Ein Druck auf den Knopf aktiviert das Bedienelement. Anschließend stellt es den gewünschten Parameter ein – etwa Belichtung, Fokus, Hilfsfunktionen (beispielsweise Zebra), Mikrofonlevel, und Gain-Kontrolle. Das Rädchen leistet sowohl bei den Sony-Modellen als auch beim Canon Legria HF S11 ausgezeichnete Dienste.

Wie üblich befinden sich Zoomschieber und Fotoauslöser auf der Oberseite des Camcorders unterhalb des Zeigefingers. Das Modusrädchen sitzt dort, wo man eigentlich den elektronischen Sucher erwarten würde. Das Fehlen der Sehhilfe ist übrigens unser größter Kritikpunkt am HF S11. Netzkabelbuchse und AV-Anschluss flankieren den Drehschalter. Direkt unter dem Daumen gibt es schließlich eine der beiden Aufnahmetasten. Den etwas klein geratenen Ein/Aus-Knopf verbaut Canon links vom Zoomschieber.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Canon Legria HF S11: Full-HD-Camcorder mit gutem Bildstabilisator

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *