Wenn man mal ganz ehrlich zurückblickt, ist der erste Touchscreen-BlackBerry kein sonderlicher Erfolg zu Zeiten von iPhone & Co. gewesen. Der Storm 1 nervte bei seiner Einführung mit Bugs und Fehlern sowie mit lahmen Reaktionen. Zumindest teilweise haben Software-Updates für Besserung gesorgt – aber das Kind war schon in den Brunnen gefallen. Nun hat der Storm 2 die Chance, zu zeigen, was der Hersteller Research in Motion alles kann.

Inzwischen steht fest: Das Smartphone kommt in Deutschland „in den nächsten Wochen“ auf den Markt. Auf jeden Fall rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft soll er da sein, betont die Pressemitteilung. Wieder hat Vodafone das Exklusivrecht erhalten. Preise haben die Unternehmen noch nicht veröffentlicht, unsere US-Kollegen gehen aber davon aus, dass sich das Gerät im Bereich des Vorgängers ansiedeln wird. Für geschätzt gut 500 Euro bekommt der Kunde nun deutlich mehr: WLAN, ein neues Betriebssystem mit verbesserter Oberfläche und ein innovatives SurePress-Touchscreen-System. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Verkaufsversion auch weitestgehend von Bugs verschont bleibt – zumal die Konkurrenz im Bereich der teuren Alleskönner-Smartphones zu Zeiten von HTC Hero, Samsung Omnia 2, HTC HD2 oder iPhone 3GS groß ist.

Design

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Storm 2 kaum von seinem Vorgänger. Legt man das Lineal an, ist er sogar komplett identisch: Er misst 11,2 mal 6,1 Zentimeter und baut 13 Millimeter hoch auf – exakt so, wie der Storm 1. Wer die Geräte direkt nebeneinander legt, erkennt dennoch Veränderungen im Detail. So verfügt das neue Modell über einen Ring aus getönt wirkendem Chrom anstelle der silbern glänzenden Einfassung des bekannten Geräts. Die seitlichen Tasten haben ebenfalls eine Überarbeitung bekommen. Weiches Material sorgt nun für ein gutes Gefühl am Wippschalter für die Lautstärkeregelung sowie an den zwei frei konfigurierbaren Tasten. Das kennen wir schon vom BlackBerry Curve 8520.

Die wahrscheinlich größte Neuerung lässt sich mit dem Auge nicht erfassen – man muss sie erfühlen. Die Rede ist von SurePress (oder auch SureType oder ClickThrough), dem absoluten Alleinstellungsmerkmal der Touchscreen-BlackBerrys. Beim ersten Storm ist das komplette Display nicht nur selbst berührungsempfindlich, sondern dient auch als mechanisch hereindrückbare Taste. Das Gerät ist also in der Lage, zwischen Berührung und Druck zu unterscheiden.

In der neuen Ausführung verzichtet der Hersteller auf die Mechanik. Stattdessen kommen piezoelektronische Aktivatoren zum Einsatz, die auf Druck einen Impuls abgeben. Das fühlt sich dann wieder fast so an, als hätte man eine mechanische Taste gedrückt. Das ist eine abgefahrene Technik, an die man sich extrem schnell gewöhnt.

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