Das Einsteiger-MacBook wird erwachsen. Bislang war die 899-Euro-Variante des Apple-Notebooks schlicht das „alte“ Modell, und somit auf den ersten Blick als „alt“ auszumachen. Selbst, wenn es vielleicht nur wenige Wochen alt ist. Technisch hat der Hersteller das Gerät brav auf der Höhe der Zeit gehalten. Erst im Januar gab es eine Renovierung unter der Haube: Der lahme Grafik-Chip von Intel wurde gegen die aktuellere Nvidia-Variante getauscht – der Preis blieb gleich. Jetzt gibt es nicht nur ein Face-Lift, sondern gleich einen ganzen Modellwechsel. Gestern hat der Hardware-Hersteller das neue Modell vorgestellt, wieder zum gleichen Preis, aber nun in einem neuen Gehäuse. Unibody natürlich – und somit ganz auf der Höhe der Zeit.

Design

Doch wie schafft man es, Grenzen zu den deutlich teureren Modellen mit gleicher Displaygröße zu ziehen? Ganz einfach: Man setzt auf ein anderes Material. Und so ist das 13,3-Zoll-Einsteigernotebook wie gehabt aus weißem Plastik hergestellt, aus Polycarbonat, um genau zu sein. Das sieht attraktiv aus, ist aber schlicht nicht auf dem Niveau des aus einem Alu-Block gefrästen Pro-Modells mit gleicher Displaydiagonale.

Die Bezeichnung „Unibody“ ist dabei allerdings etwas übertrieben. So gibt es eine Ober- und eine Unterschale, die miteinander verschraubt sind. Und selbstverständlich ist auch das Display nicht in dem Gehäuse integriert.

Im Vergleich zur Vorversion des Einsteiger-MacBooks läuft der Displaydeckel jetzt an den Rändern noch flacher zu. Damit wirkt das Gerät deutlich dünner, als es in Wirklichkeit ist – mit einer Bauhöhe von 2,74 cm entspricht es von der Höhe her genau dem alten Modell. Außerdem ist es 33,0 Zentimeter breit und 23,2 Zentimeter tief. Mit 2,13 kg wiegt das neue Unibody-Gehäuse übrigens ein Stück weniger.

Auf der Untereite ist das MacBook etwas dunkler als an den Rändern, im Inneren und auf dem Displaydeckel. Das Material ist hier überzogen von einem matten Finish – und damit auch rutschfester. Die glänzenden Bereiche sind natürlich – wie üblich – bereits nach kurzer Zeit von Fingerabdrücken übersät.

Der große Nachteil des neuen Unibody-Designs ist, dass sich der Akku nun nicht mehr tauschen lässt. Zumindest nicht durch den Anwender – er sitzt wie versiegelt zwischen den beiden Gehäusehälften. Das könnte den einen oder anderen durchaus vom Kauf abhalten. Immerhin sollte der Stromspeicher durchaus ein paar Jahre durchhalten. Wir sind gespannt, was Langzeittests ergeben.

Ausstattung

Endlich gibt es auch beim billigen Modell das große Multitouch-Touchpad aus Glas. Wer es einmal nutzen konnte, ja geradezu: durfte, will nicht mehr darauf verzichten. Zwei Finger Scrollen horizontal und vertikal, drei Finger springen durch Listen und vier Finger ermöglichen das Wechseln zwischen Anwendungen. Wie gehabt lässt sich der komplette, berühungsempfindliche Bereich mechanisch nach unten drücken. Alternativ ersetzt aber auch ein Fingertipp den Mausklick.

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