Microsoft Windows 7: Funktionen, Optik und Versionschaos im Blick

Seit Windows 95 wurde kein Microsoft-Betriebssystem so herbeigesehnt wie Windows 7 – kein Wunder angesichts des ungeliebten Vistas. Der Konzern aus Redmond gelobt Besserung und verspricht schnellere Reaktionen, geringeren Ressourcenhunger, intuitivere Bedienung und zahlreiche nützliche Features. Wir nehmen das neue Microsoft-OS unter die Lupe.

Die schlechte Nachricht vorab: Microsoft hat Windows 7 nicht völlig neu aus dem Boden gestampft. Das Betriebssystem zieht nach wie vor viele Altlasten seiner Vorgänger mit. Das bringt auf der einen Seite Nachteile wie eine komplexere und trägere Grundstruktur mit sich, minimiert allerdings die Kompatibilitätsprobleme. Schließlich haben sich die Schwierigkeiten mit Treibern und Anwendungen bereits jahrelang bei Vista abgeschliffen.

Erfreulicherweise hat es Microsoft trotzdem geschafft, die nervige Performance-Handbremse von Vista zu lösen. Das System reagiert durchweg schneller und ermöglicht eine spürbar flüssigere Bedienung.

Optik und Features: edel und praktisch oder wieder im umständlichen Fisher-Price-Look?

Ebenso willkommen wie die bessere Performance sind die Neuerungen der Oberfläche: Das Interface wirkt freundlicher als das von Vista und zugleich weniger plastikartig. Der Anwender kommt sich nicht mehr vor, als säße er vor einem Fisher-Price-Spielzeug für Dreijährige.

Dass die Vista-Sidebar verschwunden ist, wird den meisten Nutzern gar nicht auffallen. Sie war ohnehin meistens abgeschaltet. Gadgets gibt es unter Windows 7 weiterhin – allerdings auf dem Desktop.

Die neue Taskleiste erinnert eher an Mac OS X als an die früherer Windows-Versionen. Wer Microsoft-Betriebssysteme gewohnt ist, muss mit einer kurzen Eingewöhnungsphase rechnen. Dann allerdings bietet die Superbar einen deutlich erhöhten Komfort beim Wechsel zwischen Fenstern sowie beim Zugriff auf Dateien und Funktionen. Sehr erfreulich ist auch der überarbeitete Infobereich auf der rechten Seite der Leiste. Der Anwender bestimmt selbst, welche Programme hier Platz finden und welche Anwendungen mit Sprechblasen nerven dürfen.

Der Datei-Explorer wirkt dank einer neuen Strukturierung der linken Seite übersichtlicher. Bibliotheken ermöglichen es, an verschiedenen physikalischen Speicherorten abgelegte Dateien in virtuellen Ordnern zu verwalten. Für komplexe Abfragen steht eine neue Suchbox zur Verfügung.

Auch der Netzwerkbereich hält einige Neuerungen bereit: Anstelle des chronisch ladegehemmten WLAN-Fensters gibt es eine übersichtliche Liste, die ein Mausklick sofort aufs Display holt. Homegroups erleichtern das Konfigurieren von Heimnetzwerken und das Auffinden freigegebener Ressourcen.

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