Wer neu in einen bereits gut besetzten Markt einsteigt, sollte sich mit irgendwelchen Besonderheiten von der Masse abheben. Mit seinem ersten Mini-Camcorder, dem Picsio GC-FM1, gelingt das JVC zwar, doch leider nicht immer im positiven Sinne.

Design

Bereits auf den ersten Blick hebt sich der GC-FM1 von seinen Konkurrenten wie dem eleganten Flip minoHD oder dem sperrigen Kodak Zi8 ab. Obwohl es den JVC-Camcorder in drei verschiedenen Farben gibt und er zu den schlankesten Mini-Videocams überhaupt gehört, wirkt er billig. Noch mehr billiges Bling-Bling wäre nur mit Svarowski-Kristallen zu holen.

Das silberne, wellige Design an den Seiten lässt die ungeschützten USB-, miniHDMI- und Composite-Ports an der einen und den Makroschalter auf der anderen Seite etwas verschwinden. Im Gegensatz zu den Videokameras von Flip verfügt der FM1 über keinen integrierten USB-Stecker. Stattdessen verbindet er sich ganz altmodisch via mitgeliefertem Kabel mit dem Rechner. Eine HDMI-Strippe liegt leider nicht im Karton.


Das Vier-Wege-Pad frustriert mit seiner schlechten Haptik.

Auf der Unterseite des Gehäuses sitzen ein Stativgewinde, eine Öse für die Trageschlaufe und eine Klappe, hinter der SD-Kartenslot und Akku sitzen. Die Rückseite, auf der sich 2-Zoll-Display und der Großteil der Bedienelemente befinden, ist recht attraktiv. Allerdings fallen die Tasten negativ auf: Sie sind komplett flach und besitzen keinen Hub. Der winzige An/Aus-Schalter lässt sich gar nur mit dem Fingernagel treffen. Außerdem reagiert der Camcorder nicht sofort auf Eingaben, und man kann sich nie sicher sein, ob ein erneuter Tastendruck erforderlich ist.

Mittig unterhalb des Displays sitzt ein Vier-Wege-Pad, das den optischen Zoom steuert und mit dem der Anwender zwischen den verschiedenen Auflösungen wechselt. Insbesondere das Ändern der Aufnahmequalität ist frustrierend. Man drückt auf das Pad, fühlt nichts, nichts passiert. Man drückt fester und fester und es tut sich einfach nichts. Irgendwann ändert der Camcorder dann doch die Auflösung. Gott sei Dank gibt es kein verschachteltes Menüsystem.

Die üblichen Knöpfe – Aufnahme/Auswählen, Foto-/Videomodus, Wiedergabe, Löschen und Thumbnail-Ansicht – fühlen sich da schon deutlich besser an. Das LC-Display ist typisch für diese Geräteklasse – also nichts besonderes. Außerdem ist der Bildschirminhalt bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer zu erkennen.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu JVC Picsio GC-FM1: gute Videos, Punktabzug bei Software und Design

  • Am 4. Februar 2010 um 16:59 von Anton

    Hakelige Tasten Stimmt Nicht"!!"
    Ich habe einen picsio und muss sagen dass die tasten perfeckt funktionieren. Man muss 2 mal schnell hintereinander drücken. Dies ist aber absicht und kein fehler. Bei bild und video auswahl muss die taste nur 1mal bedient werden

  • Am 18. Februar 2011 um 18:58 von Joachim

    Bild- und Videoformate
    Lassen sich externe Bild- und Videodateien auf dem Display anzeigen. Welche Formate sind dazu erforderlich. Dank im voraus !

    • Am 14. März 2011 um 18:30 von Stefan Möllenhoff

      AW: Bild- und Videoformate
      Hallo Joachim,

      der JVC FM1 sollte die Videos abspielen können, wenn Sie diese in eines der Aufnahmeformate umcodieren. Laut Datenblatt nimmt der Camcorder in diesem Format auf: Video: MPEG-4 AVC / H.264: MOV, Audio: AAC
      Als Auflösungen stehen 1440 x 1080, 1280 x 720, 640 x 480 und 320 x 240 Pixel zur Verfügung. Aus Platzgründen wäre es wohl sinnvoll, eine niedrigere Auflösung zu wählen.
      Die Videos lassen sich beispielsweise mit dem Tool "Super" konvertieren. Wie das funktioniert, können Sie hier nachlesen: http://www.cnet.de/41003830/

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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