Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, welche Zielgruppe Samsung mit seinem Corby im Visir hat. Helle, knallige Farben, austauschbare Gehäuseschalen und komplette Facebook-Integration – das klingt mehr nach Disco und Oberstufenparty als nach Anzugträger. Dazu passt auch der günstige Preis: Vergleichsdienste listen das S3650 schon für unter 140 Euro.

Design und Bedienung

Das Corby ist für ein Touchscreen-Handy sehr klein und leicht. Die austauschbaren Akkudeckel wirken auf den ersten Blick wie ein simples Gimmick, haben in der Praxis aber einen erstaunlich großen Einfluss auf die optische Wirkung des Geräts. Wenn man hier auf Weiß setzt, wirkt das Samsung deutlich erwachsener, ja fast schon iPhone-like. Mit knalligem Orange oder qietschigem Pink sieht es gleich viel flippiger und wilder aus. Weg vom Standard eben.

Das Handy liegt gut in der Hand und fühlt sich angenehm hochwertig an. Wer sich auf die Suche nach Kritikpunkten macht, stolpert hier und da über ein paar Kleinigkeiten – beispielsweise findet sich der microSD-Speicherkartenslot unterhalb der Akkuabdeckung. Immerhin sitzt die Speicherkarte nicht unter der Batterie, man muss das Corby also nicht ausschalten, um die Karte wechseln zu können.

Bei der Oberfläche haben sich die Entwickler richtig Mühe gegeben. Es gibt drei verschiedene Home-Screens und eine Art Sidebar, die diverse Widgets enthält. Darunter finden sich Mini-Anwendungen für Facebook, Youtube und Twitter. Der Nutzer bekommt durch leichte Vibration ein fühlbares Feedback, wenn er eine Schaltfläche auf dem berührungssensitiven Display aktiviert hat. Von anderen Samsung-Handys kennen wir bereits „Smart Unlock“ – das Aufheben der Tastensperre durch das Zeichnen eines Buchstabens beziehungsweise einer Geste. Dabei lässt sich konfigurieren, welches Zeichen welche Applikation startet.

Die üblichen Programme, darunter Kalender, Dateibrowser, MP3-Player und so weiter, finden sich im Hauptmenü. Dort gibt es auch ein äußerst attraktives Telefonbuch, das die gespeicherten Kontakte grafisch mit Bild anzeigt.

Touchscreen

Nicht ganz so flott wie erwartet ist das Corby im täglichen Praxiseinsatz. Der Touchscreen reagiert schlicht nicht so gut wie bei anderen Geräten aus dieser Kategorie. Das nervt gelegentlich. So passiert es im Test beispielsweise häufiger, dass wir einzelne Einträge einer Liste auswählen, anstatt die gesamte Liste zu Scrollen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Samsung S3650 Corby im Test: günstiges Touchscreen-Handy

  • Am 16. Juli 2010 um 19:26 von Tim

    Kaufentscheidung
    Ich, 12 bald 13, suche ein durschnittliches Touchscreen Handy mit dem ich schnell SMS schreiben kann und mit dem ich gut Musik hören kann. Ich hab mich selbst schon ein wenig darüber kundig gemacht und habe jetzt 4 Handys in der „Auswahl“:

    Das Corby,
    das Corby Pro,
    das LG Cookie (Ist die Fresh Edition besser als die normale?)
    und das Samsung BeatDJ

    hättest du noch weitere Vorschläge?

    MfG
    Tim

    • Am 19. Juli 2010 um 10:59 von Daniel Schraeder

      AW: Kaufentscheidung
      Hallo Tim,

      wenn das Tippen von SMS wichtiger ist, würde ich mich für das Corby Pro entscheiden – es hat ja eine "echte" Tastatur. Ansonsten sticht das Beat DJ klar hervor – es ist deutlich hochwertiger verarbeitet als die anderen aufgezählten Handys, hat ein OLED-Display und einen kapazitiven Touchscreen, der extrem gut reagiert. Auch die Musikfunktionen sind beim Beat DJ auf extrem hohem Niveau.

      Beste Grüße
      Daniel Schraeder, CNET.de

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