Acer ist bekannt für seine günstigen Notebooks, die für faires Geld eine ordentliche Leistung bringen. Inzwischen baut der Hersteller auch Smartphones – und wendet dort das gleiche Konzept an. Das beTouch E101 soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Der Preis für Deutschland steht noch nicht fest, in England hat sich das Unternehmen aber schon bekannt: 170 Pfund. Dementsprechend rechnen wir mit etwa 200 Euro. Doch wieviel Smartphone bekommt man für so viel – beziehungsweise wenig – Geld?

Billig, aber gut

Das E101 ist selbst im Acer-eigenen Produktportfolio der Billigheimer. Das fällt schon auf, wenn man es in die Hand nimmt: Einfaches Plastik kommt zum Vorschein. Dennoch fühlt es sich erstaunlich hochwertig an – und selbst der Look kann mit der teureren Konkurrenz mithalten. Es gibt sogar ein kleines Highlight: Unterhalb der Anzeige befindet sich ein berührungsempfindliches Scrollrad. Wer mit dem Daumen darüber fährt, scrollt so flott durch Webseiten oder lange Kontaktlisten. Außerdem reagiert es auf Druck und fungiert so als Steuerelement für die klassische Vier-Wege-Navigation.

Im Inneren des beTouch befindet sich ein Qualcomm-Prozessor vom Typ MSM7225 mit 528 MHz – nichts besonderes also, aber auch nichts schlechtes. Die CPU kennen wir schon von etlichen HTC-Smartphones. Dazu gesellen sich im Fall des E101 256 MByte RAM und 512 MByte ROM. Wenn der interne Speicher nicht ausreicht, helfen microSD-Karten nach – der entsprechende Slot sitzt oben rechts.

Nicht gerade fingerfreundlich

Im Vergleich zur früheren Windows-Mobile-Version 6.1 hat sich bei der aktuellen Ausführung 6.5 in Puncto Touch-Interface einiges getan. Doch so, wie wir es von iPhone, Android & Co. kennen und inzwischen auch erwarten, ist das bei Microsoft leider immer noch nicht – an allen Ecken und Enden finden sich wie gehabt fummelige Knöpfchen oder Schaltflächen, die schlicht nach einem Stift schreien. Immerhin hat Acer einen eigenen Home-Screen entwickelt, der Verknüpfungen zu den wichtigsten Applikationen beinhaltet. Wer lieber das Standard-Interface von Windows Mobile nutzen möchte, kann das Acer-Programm problemlos abschalten.

Leider gehört der resistive Touchscreen des beTouch zu den schlechtesten, die wir in der letzten Zeit zwischen den Fingern hatten. Das Display selbst hat mit 240 mal 400 Pixeln eine vergleichsweise grobpixelige Auflösung, Farben wirken dunkel und gräulich und zwischen den Bildpunkten ist mit bloßem Auge ein Raster erkennbar. Darüber hinaus reagiert das Display ziemlich lahm. Wer beispielsweise durch das Start-Menü scrollt, sieht verschwommene Icons – die Anzeige aktualisiert sich schlicht nicht schnell genug. Und im Vergleich zu kapazitiv arbeitenden Touchscreens ist eben Druck nötig anstatt einer einfachen Berührung.

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