Die Probleme der Blu-ray-Disc und die Vorteile ihrer Nachfolger

Blu-ray-Disc einlegen, ewig warten und dann ein kaputtes Bild sehen – das ist nicht etwa die Ausnahme, sondern passiert vielen Käufern des hochgelobten HD-Mediums. Die Technik selbst ist noch blutjung, doch die Nachfolger sollen mal wieder alles besser machen. Wir erklären die Probleme und zeigen, wie die Zukunft aussehen könnte.

Als 2007 der Nachfolger der DVD eingeführt wurde, waren die Versprechen groß. Das neue Speichermedium Blu-ray sollte alles besser machen: höhere Bildqualität, schönere Film-Menüs, interaktive Inhalte aus dem Internet, funktionierende Kopierschutz-Methoden und einheitlicher Standard. Speichertechnisch sind Blu-rays DVDs tatsächlich überlegen. Sie fassen bis zu 50 GByte, anstatt der maximal 8,4 GByte des alten Mediums. So passen Filme nun nicht mehr nur in PAL-, sondern in Full-HD-Auflösung auf eine Scheibe. Diese Vervierfachung der Pixelanzahl ist in der Tat ein deutlicher Fortschritt. Allerdings hat es mit den anderen versprochenen „Vorteilen“ von Blu-rays nicht so geklappt, wie es sollte.

Probleme: Wenn Blu-ray blau macht

Bei unseren vielen Tests von Blu-ray-Playern, Fernsehern und AV-Receivern kommt es nur zu oft vor, dass auf dem Fernseher trotz eingelegter Blu-ray-Disc kein Bild erscheint. Klappt es doch, laden die Player ewig, und hin und wieder treten sogar Bildstörungen auf.

Lahme Menüs

Die Java-Filmmenüs sind zwar hübscher als die eintönigen DVD-Inhaltsverzeichnisse, dafür brauchen Player eine Ewigkeit, um sie zu laden. So ist es keine Seltenheit, dass Zuseher nach dem Einlegen einer Disc zwei volle Minuten warten müssen, bis das Display ein Bild zeigt. Wer versucht, währenddessen die Luft anzuhalten, läuft so blau an wie das Blu-ray-Logo.


Zum Laden der Menüs des Films Transformers benötigen einige unserer Testgeräte satte zwei Minuten.

Kein Bild dank HDCP

Auch das Thema Kopierschutz bereitet Filmfans Kopfschmerzen. Die erste große Hürde lautet High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP): Das Verschlüsselungssystem soll das Abgreifen und Aufnehmen des Bildsignals verhindern, um einfache Kopien wie bei DVDs oder VHS-Kassetten unmöglich zu machen. Der Blu-ray-Player verschlüsselt das Signal und gibt es zum Wiedergabegerät weiter. Dort wird es wieder entschlüsselt und angezeigt. Das klingt eigentlich recht simpel, doch spätestens, wenn ein AV-Receiver zwischen Player und TV hängt, fangen die Schwierigkeiten an: Um das Audiosignal aus dem Datenstrom zu filtern und abzuspielen, muss der Receiver die Verschlüsselung öffnen. Misslingt nun das anschließende Neuverschlüsseln für die Weitergabe an den Fernseher, bleibt der TV-Schirm schwarz. Noch problematischer wird es bei der Wiedergabe einer Blu-ray mittels PC, da nur wenige Grafikkarten überhaupt in der Lage sind, ein korrektes, HDCP-verschlüsseltes Signal auszugeben.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Die Probleme der Blu-ray-Disc und die Vorteile ihrer Nachfolger

  • Am 16. Dezember 2010 um 16:56 von MatisseGroening

    Blu Ray
    Also ich habe noch nie eine Blu Ray in der Hand gehabt, und das wird auch so bleiben. Das Problem ist nicht, dass ich nicht gerne ein paar DVDs loswerden würde, aber erstens sind 25GB nur 3 DL DVDs und dann hat die Blu Ray nur eine 0,1mm Schutzschicht. Die DVD und die HD DVD 0,4mm. Daten sond normalerweise nicht verloren, man kann schleifen oder polieren, wenn es sich lohnt. So kann man z.B. Gamecube Spiele mehrfach schleifen. Aber bei so einer Blu Ray? Die Technologie hat keinen Wert. Es ist eben mal wieder so ein Sony Alleingang, den bisherimmer keiner interessiert hat. Und Sony bleibt der Blu Ray auch gar nicht treu, die machen weiter wie immer und bauen in die Playstation 4 ein Purple Ray Laufwerk oder wie auch immer es heißen wird, ein. Und die Brenner sind immer noch viel zu teuer, und man muss ständig aufpassen, dass der Brenner nicht nur Blu Ray lesen kann. Meine wichtigen Daten sind auf Speicherkarten mit Sicherheitskopie.

    Man braucht es eigentlich nicht. Außer für Raubkopien – denen soll aber der gar ausgemacht werden – und im Netz ist 480p HD. Also 640×480. Die Qualität hat genau genommen abgenommen.
    Videofilmer etc. brauchen sowas, oder Studios. Das ist oft so wie mit den Apples. Die werden schnell wieder verkauft, solange sie noch viel Wert sind. So läuft es auch mit den Blu Ray Laufwerken bzw. Brennern. Das sind Exoten, außer vielleicht für einen Filmeabend. Der Amiga wäre nie bekannt geworden ohne Raubkopien. Und die Kopierschutz-Verfahren werden immer besser.

    Meine Festplatte zu sichern dauert einfach ewig. Das ist bei DL DVDs so und bei Blu Ray nicht anders. Der Fortschritt wäre eher, wenn man nicht ewig warten müßte – vor allem auf das Verfiying.

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