Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

Wer mit iPod Touch, Netbook, Notebook oder Smartphone unterwegs ist, war sicherlich schon einmal auf der Suche nach einem Hotspot. Kurz E-Mails abrufen, einen Video-Clip bei Youtube einstellen, einen Termin nachlesen oder eine Adresse auf der Karte ansehen – ohne Internet ist man fast aufgeschmissen. Aber warum nimmt man seinen Hotspot nicht einfach mit? Wir bauen einen WLAN-Router mit UMTS ins Auto ein.

Zugegeben, die Zeit der Baggerseen und Biergärten ist für dieses Jahr schon wieder vorbei. Aber auch im farbenfrohen Herbst gibt es genügend Gründe, nochmal die Natur zu genießen: Pilze sammeln im Wald, ein Picknick im Kornfeld kurz vor der Ernte, Grillen auf dem Dauercampingplatz oder mit dem Sohnemann auf einem Hügel Drachen steigen lassen sind nur einige Beispiele. Und der nächste Sommer kommt bestimmt.

Die Kids können sich stundenlang mit einem bespannten Holzkreuz an einer Schnur beschäftigen. Damit den Erwachsenen nicht langweilig wird, suchen sie sich eine andere Beschäftigung. Sie beantworten in der Zwischenzeit ein paar E-Mails, lesen Nachrichten und Bastelanleitungen im Internet oder zocken ein kurzes Browser-Game. WLAN ist ja überall verfügbar – wenn man einen Hotspot im Auto hat.

Die Idee

Wofür benötigt man denn überhaupt einen Hotspot im Auto? Schließlich sind Smartphones und viele Netbooks bereits mit einem UMTS-Modem ausgestattet, und entsprechende USB-Sticks wechseln bereits für unter 100 Euro den Besitzer. Doch mit einem iPod Touch beispielsweise kommt man ohne WLAN nicht weiter – und vor allem nicht ins Internet. Außerdem können sich mehrere Nutzer einen Internetzugang teilen, wenn WLAN zum Einsatz kommt. Und sogar Spielen im Biergarten oder am Baggersee wäre möglich, wenn sich mehrere Notebooks in ein kabelloses Netzwerk einloggen.

Auf der Suche nach geeigneten Komponenten sind wir über verschiedene Lösungen gestolpert. Die meisten haben eines gemeinsam: Sie sind teuer. Gedacht für den Profi-Einsatz, für Messen, Kongresse und Veranstaltungen, für Tourbusse oder Ähnliches. Preise von mehreren hundert Euro sind kein Problem, dazu kommen dann noch die Einbaukosten. Dafür gibt es dann hochwertige Funktechnik, integrierte UMTS- und HSDPA-Module sowie externe Antennen, die eine möglichst hohe Reichweite für WLAN und einen möglichst hohen Datendurchsatz beim Breitbandinternet über das Mobilfunknetz versprechen. Aber diese Variante schießt über unser angepeiltes Ziel hinaus: Wir möchten eine günstige und simple Lösung.

Am anderen Ende der Fahnenstange finden sich komplett tragbare Hotspots. Die Geräte der MiFi-Serie von Novatel Wireless beispielsweise entsprechen von den Abmessungen her einem Smartphone, verfügen aber weder über Display noch über Tastatur. Stattdessen befinden sich SIM-Karte samt HSPA-Modem sowie WLAN-Accesspoint und Speicherkartenslot im Inneren des kleinen Kästchens. Mit an Bord ist ein Akku, der den tragbaren Internetzugang für etwa vier Stunden mit Strom versorgen soll. Geladen wird per USB. Ein gutes Netbook hält mehr als doppelt so lang durch – vorausgetzt, man steckt keine externen Geräte an, um deren Akkus wieder zu betanken. Außerdem wechseln beim Kauf etwa 250 Euro den Besitzer. Zu teuer.

Novatel MiFi
Novatel MiFi: Die kleine Box enthält UMTS-Modem, WLAN-Router und Akku. Allerdings geht ihr nach 4 Stunden der Saft aus.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Fahrender Hotspot: WLAN-Router mit UMTS im Auto

  • Am 26. Januar 2010 um 11:15 von Joachim Schwendtner

    MacBook als Hotspt
    Ich habe noch eine andere Verbindung getestet und es hat super geklappt:

    Airport-Netzwerk anlegen ("Computer-zu-Computer Netzwerk" erstellen)

    MacBook mit Mobilem Internet verbinden
    bei Systemeinstellungen > Freigaben > Internetfreigabe aktivieren
    Verbindung über Huawei (oder anderes Modem) freigeben
    mit Computern über Airport verbinden

    Joachim

    • Am 6. September 2010 um 15:11 von Gast

      AW: MacBook als Hotspt
      Software-Lösungen gibt es auch für Handys. Man kann dann das Handy als WLAN-Hotspot nutzen. Mit etwas eingeschränkter Funktion ist das sogar kostenlos. JoikuSpot Light zum Beispiel.

  • Am 18. April 2011 um 13:48 von Florian Kempff, IPmotion GmbH

    Betriebszulassung
    Schöner Bericht, hat mich selbst an unsere Gehversuche von zehn Jahren erinnert, siehe http://www.livetaxi.de/projekt.html

    Aber bei aller Liebe: Wenn das ABS spinnen sollte (Worstcase) oder mehr Funklöcher als Autobahnbrücken zu sehen sein sollten, dann geht es auch anders…

    Viele Grüße,
    Florian Kempff

  • Am 12. Juli 2011 um 19:02 von Larry

    Vergleich von Äpfeln und Birnen
    Mag sein, dass man mit dem Handy oder Mac-Book auch entsprechende Verbindungen basteln kann, der CAR-A-WAN ist, wenn ich das richtig gelesen habe, wohl ein spezielles CE-zertifiziertes Bauteil. Ich würde Äpfel mit Birnen nicht unbedingt vergleichen.

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