Philips bietet unter der Serien 9000 derzeit Fernseher in drei verschiedenen Preisklassen an. Die Modelle mit den Bezeichnungen PFL9604H/12 und PFL9664H/12 haben wir bereits getestet. Beide schneiden mit Bewertungen von 9,0 respektive 9,1 ausgezeichnet ab. Nun ist das Top-Modell, der 46PFL9704H/12, in unserem Testlabor angekommen. Das Display der Luxus-Variante löst, wie die Anzeigen der kleinen Brüder, Full-HD auf. Allerdings hat das Flaggschiff den günstigeren einiges voraus: Es bietet eine bessere Version des Lichtspiels Ambilight, eine 200-Hz-Bildverarbeitung und eine segmentweise dimmende LED-Hintergrundbeleuchtung in einem Gehäuse.

Design

Von vorne unterscheidet sich der 46PFL9704H/12 optisch kaum von seinen kleinen Brüdern. Er kommt im gleichen schicken Gehäuse mit einem nur rund 2,5 Zentimeter breiten Rahmen um das Display und dunkelgrauen sowie schwarzen Designelementen. Die Unterschiede liegen im Detail: Die Geräte der Reihe PFL9604H/12 sind mit Displaygrößen 32 und 37 Zoll kleiner als der neue 46-Zöller. Die Fernseher der Serie PFL9664H/12 erkennen Käufer durch ihre geringere Bautiefe: Anstatt 8,9 Zentimetern messen sie in der Dicke nur 5 Zentimeter.

Nach dem Einschalten wird noch ein Unterschied im Vergleich zu den anderen Baureihen ersichtlich. Während die Fernseher der beiden anderen Serien nur über Ambilight Spectra 2 – also seitliche Effektbeleuchtung – verfügen, strahlen die bunten Leuchtdioden im Displayrahmen des 46PFL9704H/12 auch die Wand über dem TV-Gerät in den Randfarben des Bildes an.

Auch in Sachen Anschlüsse punktet der Philips. Hinten am Fernseher finden sich vier HDMI-Ports und ein VGA-Eingang. Außerdem sind Component-Video– und zwei Scart-Buchsen vorhanden. Für das Audiosignal gibt es zwei analoge Stereo-Eingänge und einen -Ausgang sowie einen koaxialen S/PDIF-Port. Philips bringt die Antennenbuchse für den Fernsehempfang mittels der eingebauten, HD-fähigen Tuner für DVB-T und DVB-C ebenfalls unter. Auch die Netzwerkschnittstelle findet sich auf der Rückseite des TVs. Sie empfängt nicht nur Streams von DLNA-zertifizierten Netzwerkgeräten, sondern dient auch zum Zugriff auf Philips Net-TV-Dienst. Dieser stellt neben vorgefertigten Inhalten wie die beiden anderen Modelle der Serie 9000 einen vollwertigen Webbrowser zur Verfügung.

An der Linken Seite des 46PFL9704H/12 sitzt ein weiteres Anschlusspanel. Dort finden sich Composite-AV– und S-Video-Eingang sowie Kopfhörerausgang, ein fünfter HDMI-Port und eine USB-Buchse. Letzterer ist für die Wiedergabe von Multimediadateien von angeschlossenen Massenspeichern geeignet, wobei der Philips sehr viele Formate wie MP3, WMA, JPEG, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, AVI, H.264 und WMV unterstützt. Ganz unten bringt der Hersteller einen CI-Slot für das Dekodieren von verschlüsselten TV-Programmen an.

Ausstattung

Wie bereits erwähnt, bietet das Online-System Net-TV nicht, wie die Lösungen anderer Hersteller, nur Zugriff auf vorgefertigte Dienste. Philips lässt seinen Käufern die ganze Freiheit des Internets und integriert einen vollwertigen Webbrowser – allerdings ohne Flash-Unterstützung, aber immerhin. Das Surfen wird jedoch schnell zur Wutprobe: Die Eingabe von URLs funktioniert nur mittels einer in alphabetischer Reihenfolge angeordneter Tastatur. Außerdem reagiert das Menü sehr träge auf Eingaben, was zu Tippfehlern und dem Anklicken falscher Links führt.

Immerhin funktioniert die Einrichtung der Netzwerkverbindung sehr einfach. Nicht nur, dass der Philips ein angeschlossenes Kabel automatisch erkennt und selbstständig eine Verbindung zum Router herstellt, er verfügt sogar über WLAN nach IEEE 802.11g, was ein zusätzliches Kabel im Wohnzimmer überflüssig macht.

Neben Net-TV ist der Bildprozessor des 46PFL9704H/12 ein absolutes Highlight des Fernsehers. Der Hersteller kombiniert die segmentweise dimmenden LED-Hintergrundbeleuchtung mit seinem neuesten, hauseigenen Bildverbesserungssystem Perfect Pixel HD und einer 200-Hz-Verarbeitung. Im Endeffekt bedeutet das, dass kein einziges Bildelement darstellt wird, bevor es überprüft und bei Bedarf verbessert wurde. Allerdings kann das auch zu Problemen führen: Teilweise ist der Philips in den Werkseinstellungen etwas übereifrig, wodurch es zu ungewollten Artefakten und Bildfehlern kommt. Perfect Pixel HD arbeitet zwar selbst unter Verwendung der Presets noch besser als die meisten anderen Lösungen, mit etwas Zeitaufwand lässt sich das Ergebnis aber noch deutlich optimieren.

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