2003 hat Canon die PowerShot S60, 2004 die S70 und 2005 die S80 entwickelt – trotz exzellentem Echo von Presse und Käufern versetzte der Hersteller die an sich erfolgreiche Serie anschließend ins künstliche Koma, um sie erst diesen Spätsommer wieder aufzuwecken. Das Ergebnis namens S90 soll der erfolgreichsten Highend-Kompaktkamera dieses Jahres, der Panasonic Lumix DMC-LX3, den Rang streitig machen.

Design

Die PowerShot S90 hüllt sich in ein mattschwarzes Gehäuse, das gerade mit seiner Schlichtheit sagt: Ich bin keine Schnappschussknipse sondern eine richtige Kamera. Die Tasten sind klar beschriftet und auch beim einhändigen Fotografieren gut zu erreichen. Im Gegensatz zur Panasonic LX3, die über einen Minigriff auf der Vorderseite verfügt, setzt Canon auf ein kleine Daumenablage für einen sicheren Sitz in der Hand.


Oben auf der Rückseite der S90 befindet sich ein kleiner Daumengriff.

Um die Linse befindet sich ein Einstellring, der mit einem leichten Klicken einrastet und zum schnellen Konfigurieren einzelner Parameter dient. Im Aufnahmemodus Blendenpriorität stellt der Fotograf mit dem Bedienelement beispielsweise die Blende ein. Wem das nicht passt, der belegt das Rädchen mit ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsausgleich, manuellem Fokus, Weißabgleich oder sogar optischem Zoom.

Prinzipiell ist das eine sehr interessante Neuerung, doch leider reagiert das Bedienelement nicht immer intuitiv. Beispiel: Im Zeitautomatik-Modus erhöhen wir die Verschlusszeit, indem wir den Ring entgegen des Uhrzeigersinns drehen. Das Rädchen auf der Rückseite der Kamera dagegen verkürzt die Belichtungszeit in dieser Richtung. Apropos Rädchen auf der Rückseite: Der Regler rastet leider nicht ein, sondern dreht sich praktisch ohne Widerstand. So passiert es leicht, dass der Fotograf unbeabsichtigt Aufnahmeparameter ändert.


Praktisch: Um das Objektiv herum platziert Canon einen Drehregler.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Canon PowerShot S90: Kompaktkamera für Fortgeschrittene

  • Am 26. November 2009 um 10:13 von Mathias

    bietet nur ein Bildseitenverhältnis
    Das Bildseitenverhältnis als Kritikpunkt aufzuzählen ist ein bisschen albern…
    Der Sensor hat ein bestimmtes Seitenverhältnis. Es macht wenig Sinn die Aufnahmen in einem anderen Seitenverhältnis zu speichern (wenn es ums Ausdrucken und Anzeigen geht ist das was anderes aber eine Kamera ist kein Bildbearbeitungsprogramm).
    Da hat die Kamera wirklich andere Macken… den schwachen Akku z.B. oder der digitale Zoom während der Videoaufzeichnung.

  • Am 27. November 2009 um 18:20 von Ernesto Rekker

    Canon S90
    ich kann den allen nur empfehlen cnet.com zu benutzen, denn bei cnet.de ist es ja eh di Panasonic die "einfach am ende besser sind"…..

  • Am 27. November 2009 um 20:10 von Stefan Möllenhoff

    Re: Canon S90
    Hallo Ernesto, Hallo Mathias,

    wir haben die Canon S90 leider nicht selbst testen können. Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung von CNET Asien. Aus Gründen der Aktualität liefern wir unseren Lesern aber lieber eine Übersetzung, wenn unsere Kollegen aus Singapur vor uns an ein Testgerät kommen. :-)

    Beste Grüße,
    Stefan Möllenhoff, CNET.de

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