V10-Sound für den Twingo: Rennfeeling aus dem Zigarettenanzünder

SoundRacer V10Rauf auf den Rennsitz, Vierpunktgurt anlegen und Zündschlüssel rein ins Schloss des tief auf der Straße klebenden Boliden – doch beim Starten sorgen die vier blechern rödelnden Zylinder bestenfalls für Hohn. Denn selbst wenn die mit Spoilern garnierte Karre aussieht, als könne sie diversen Porsches und Ferraris den Rang auf der Autobahn ablaufen, degradiert ein 1,2-Liter-Motor jeden noch so aufgepimpten Kleinwagen zur besseren Gehhilfe.

Mit dem SoundRacer passt sich zumindest der dünne Motorklang an die dicken Breitreifen an. Das Prinzip ist dabei einfach wie genial. Das Modul im Carbon-Schaltknauf-Design steckt im Zigarettenanzünder und ermittelt anhand von Stromschwankungen im Bordnetz die ungefähre Drehzahl. Je nachdem, ob der schuhschachtelgroße Antrieb gerade an der Ampel im Leerlauf herumdieselt oder am oberen Ende des Drehzahlbereichs wimmert, generiert der Soundracer ein Klangbild zwischen sonorem Blubbern und martialischem Brüllen.

Keine Angst, der Sound kommt nicht aus einem centstückgroßen Lautsprecher im Fake-Schaltknauf selbst. Der ins Modul integrierte UKW-Transmitter sendet die sportliche Akustik direkt ans Autoradio. Haben die Bodykits, Spoiler und Breitreifen nicht das gesamte Budget aufgefressen, lässt das fett krasse Boxensystem sicherlich Rennsportatmosphäre aufkommen. Auch wenn es sich mit dem Soundracer V8 beziehungsweise V10 vielleicht so anfühlt, tatsächliche Mehrleistung gibt es natürlich nicht. Dafür kostet der Klangverbesserer mit gerade einmal 29 Euro aber auch deutlich weniger als ein Motor aus Maranello. (Bild: SoundRacer)

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