Net TV vs. Yahoo-Widgets: Internet-Funktionen von Fernsehern im Vergleich

Das Internet versorgt uns nicht mehr nur mit Nachrichten und Informationen, sondern auch mit bewegten Bildern – Youtube & Co. sei Dank. Verschiedene TV-Hersteller arbeiten an unterschiedlichen Ansätzen, wie sie diese Clips ohne PC ins Wohnzimmer bringen und gleichzeitig den Zugriff auf Informationen aus dem Web ermöglichen. Wir vergleichen Net-TV von Philips mit den Yahoo Widgets, die Samsung bei seinem Internet@TV einsetzt.

Quasi alle aktuellen High-Definition-Fernseher aus dem gehobeneren Preisbereich sind mit einer Netzwerkschnittstelle ausgestattet. Sie kommuniziert mit dem Heimnetzwerk, um beispielsweise Filme und Serien vom PC im Büro ins Wohnzimmer zu bringen. Die Übertragung basiert auf dem DLNA-Standard und funktioniert inzwischen relativ gut – vorausgesetzt, man kennt die richtigen Tricks.

Aber der Netzwerkanschluss wäre unter Wert verkauft, würde er nur auf Inhalte zugreifen, die auf dem eigenen PC gespeichert sind. Schließlich lagern auf Youtube, Dailymotion, Clipfish und dergleichen Millionen von Musik- und Funvideos, Nachrichten, Trailer, Kurzfilme und so weiter.

Auch Abseits der bewegten Bilder hält das Internet haufenweise Informationen parat, die einen auch auf dem Sofa interessieren dürften. Während Wetterbericht, Programmzeitschrift, Filmkritiken und Nachrichten fast noch als Videotext 2.0 durchgehen, sind ein Blick auf den aktuellen Stand der eBay-Auktionen, das Spielen von Quizgames im Wer-wird-Millionär-Stil oder ein Status-Update bei Twitter oder Facebook schon wieder eine Evolutionsstufe weiter – und ersetzen Spielekonsole, TV-Zeitschrift und Wohnzimmer-PC gleichzeitig. Zumindest in der Theorie.

Internet am TV: ergänzen oder ersetzen?

Die unterschiedlichen Ansätze von Samsung und Philips fallen auf den ersten Blick auf – beziehungsweise auf den ersten Tastendruck auf “Internet” (Samsung) respektive “Net TV” (Philips). Bei Samsung läuft das Fernsehprogramm im Hintergrund weiter, während sich eine Leiste über den unteren Bildbereich legt. Die Net-TV-Funktion des Philips hingegen ersetzt das TV-Programm: Der Ton stoppt und das Hauptmenü der Onlinefunktionen erscheint im Vollbild auf unserem 46-Zoll-Testgerät.

Die sogenannte Snippet Bar des Samsung-TVs beinhaltet verschiedene Widgets, die diverse Informationen direkt einblenden, etwa den aktuellen Wetterbericht oder Twitter-Nachrichten. Nur wer ein Widget per Fernbedienung aufruft, bekommt es halbseitig oder bildschirmfüllend zu sehen. Youtube ist ein Beispiel dafür. Videos laufen auf Wunsch natürlich im Vollbildmodus ab. Welche Infoquellen im unteren Bildbereich auftauchen, kann der Nutzer selbst konfigurieren. Wer sich also nicht für Sport interessiert, kann die Ergebnisse auch ausblenden. Oder eben den Wetterbericht.

Internet@TV
Die Yahoo-Widgets bei Samsungs Internet@TV legen sich dezent in den unteren Bildbereich.

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