Benq ist schon seit jeher für seine guten Heimkino-Beamer bekannt. Dementsprechend hat es uns nicht sonderlich gewundert, dass das Full-HD-Modell W5000 in unserem Test Mitte 2008 eine gute Bewertung einheimste. Nun ist der Nachfolger verfügbar: Der W6000 löst ebenfalls Full-HD auf und setzt genau wie das alte Modell auf die DLP-Technik. Äußerlich ist die Verwandtschaft mit dem Vorgänger allerdings kaum noch zu erkennen. Und auch preislich unterscheiden sich die Geschwister. Während der W5000 heute bereits für knapp 1300 Euro über die Ladentheke geht, sind für den W6000 satte 2350 Euro fällig. Doch ist das neue Modell wirklich 1000 Euro mehr wert?

Design

In puncto Styling hat der W5000 die wohl größte Überarbeitung durchgemacht. Im Gegensatz zum alten Benq mit großem Gehäuse ist der W6000 deutlich kleiner. Anstatt vormals 49,3 mal 41,9 mal 18 Zentimetern ist die Hülle vom neuesten Heimkino-Spitzenmodell des Herstellers nur noch 42,8 mal 34,5 mal 15,6 Zentimeter groß. Zudem ist das Gewicht von 9,5 auf 6,7 Kilogramm gesunken, was Käufern besonders die Deckenmontage erleichtert.

Außerdem ist der W6000 nun nicht mehr mit weißem Glanzlack überzogen, sondern mit einer modernen Klavierlackoptik versehen. Dadurch versteckt sich der Projektor bei abgedunkeltem Raum, fällt dafür an einer weißen Decke montiert bei Licht deutlich stärker auf. Hinzu kommen rundere Formen. Die Seiten des Gehäuses verlaufen unten nach innen. Vordere und hintere Kante der Oberseite des Projektors sind nun abgerundet. Die große Linse sitzt immer noch mittig an der Front, allerdings verläuft deren Einfassung nun nicht mehr gerade über die ganze Oberseite, sondern in einer Rundung aus. Dort befinden auch die in Kreisform angeordneten Bedienelemente. Alles in allem wirkt der W6000 so zwar deutlich moderner, dafür verliert er etwas an Männlichkeit.

Die für die Lampenkühlung wichtigen Lüftungsschlitze bringt der Hersteller nun größtenteils an der Seite des Beamers an. Lediglich links neben der Linse bläst der Projektor noch durch ein kleines Loch im Gehäuse etwas Warmluft zur Seite aus. Das ist eine klare Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger: Die warme Abluft gerät nicht in den Lichtstrahl. Das Hitzeflimmern gehört der Vergangenheit an.

Die Anschlüsse sitzen wie gehabt unten an der Rückseite des Projektors. Neben zwei HDMI-Ports finden Käufer dort einen VGA-Eingang, eine Component-Video– und eine Composite-Video-Schnittstelle sowie einen S-Video-Anschluss. Zudem sind ein USB-Port, ein 12-Volt-Ausgang zum Ansteuern einer motorisierten Leinwand sowie eine RS-232-Serviceschnittstelle vorhanden.


Genau wie beim Vorgänger: Die weiße Fernbedienung ähnelt der des W5000 und passt nicht sonderlich zum schwarzen W6000.

Die Fernbedienung des W6000 sieht wie die des alten Modells aus und kommt entgegen unserer Erwartungen nicht mit schwarzer, sondern mit weißer Plastikhülle. Sie ist vergleichsweise groß und liegt gut in der Hand. Die hintergrundbeleuchteten Tasten sind übersichtlich angeordnet.

Ausstattung

Im Gegensatz zum Vorgänger ist das Lensshift-Feature des W6000 nicht mehr motorisiert. Dafür bietet der Projektor nun nicht nur eine vertikale, sondern zusätzlich auch eine horizontale Linsenverschiebung. Das ist ein deutlicher Vorteil, da es Käufer beim Aufhängen des Beamers so wesentlich leichter haben. Die weggefallene Motorisierung ist nicht weiter schlimm, da das Bild bei einem Heimkino-Gerät ohnehin meist nur ein einziges Mal justiert wird. Zoom- und Schärferegelung funktionieren über Drehräder an der Linse. Eine manuelle Iris besitzt der W6000 im Vergleich zu seinem älteren Bruder leider nicht mehr. Er verfügt nun über eine automatische, die bei dunkleren Szenen selbstständig schließt. Das erhöht zwar den dynamischen Kontrast, erlaubt es aber nicht mehr, generelle Verbesserungen der Schwarzwerte vorzunehmen.

Dafür stattet Benq das Gerät mit einem besseren Bildprozessor aus. Statt der Senseye-Lösung des alten Modells kommt nun ein HQV-Chip zum Einsatz. Er ist für die Bildverarbeitung verantwortlich und skaliert SD-Material auf die 1080p-Auflösung des Beamers hoch. Um dabei für eine möglichst hohe Qualität zu sorgen, rechnet der Projektor das Ausgangsmaterial aber nicht nur hoch, sondern führt gleichzeitig eine Rauschunterdrückung sowie eine Detailverbesserung durch. Die Anpassung der Funktionen funktioniert mittels des übersichtlichen Onscreen-Menüs des W6000.

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